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Tür
  • © Berlinische Galerie / VG Bild-Kunst, Bonn
  • Repro: Kai-Annett Becker
    • Werner Heldt (1904 - 1954)

  • TitelTür
  • Datierungum 1946
  • GattungGemälde
  • MaterialWachskreide und Schminkfarben auf Holztür
  • Masse151,5 x 58,5 cm (Objektmaß), Plexikasten 203 x 95 x 11 cm fest verbunden mit der Tür (Außenmaß)
  • Stempel/Signaturunbezeichnet
  • InventarnummerBG-M 0525/77
  • CreditlineErworben aus Mitteln der Stiftung DKLB und aus Mitteln des Senators für Wissenschaft und Kunst, Berlin, 1977
  • AusgestelltJa
Text

Der Mangel an Künstlermaterialien nach dem Krieg war wohl ein Grund dafür, warum Werner Heldt dieses Türblatt als Bildträger benutzte. Im Hintergrund der skizzenhaften Darstellung sind sowohl intakte Gebäude als auch Ruinen zu erkennen – die Stadt lag in weiten Teilen in Trümmern. Die Häuser transportieren eine düstere Stimmung: Die schwarzen Fenster verweigern dem Betrachter den Blick in das Innere. Sie sind ihrer Funktion ebenso enthoben wie die Holztür selbst. Auch die vage angedeuteten Gesichter im Vordergrund passen in das Bild der traumatisierten Stadt. Die Fratzen lassen sich als Geister oder Dämonen lesen: Das kriegszerstörte Berlin wird noch immer von seiner jüngsten Geschichte verfolgt.