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Totentanz
  • © VG Bild-Kunst, Bonn
    • Karl Hofer (1878 - 1955)

  • TitelTotentanz
  • Datierung1946
  • GattungGemälde
  • MaterialÖl auf Leinwand
  • Masse95 x 109 cm (Objektmaß), 113 x 126 x 9 cm (Rahmenmaß)
  • Stempel/Signatursigniert und datiert unten rechts: "CH 46"
  • InventarnummerBG-M 1337/78
  • CreditlineErworben aus Mitteln der Stiftung DKLB, Berlin, 1978
  • AusgestelltNein
Text

Die Vorstellung des Totentanzes stammt aus dem Mittelalter: Buch- und Wandmalereien aus dieser Epoche zeigen, wie Angehörige der verschiedenen gesellschaftlichen Stände – vom Kaiser bis zum Bettler – von Skeletten zum Tanz aufgefordert werden. Da dieser Tanz das Leben kostet, reihen sich nur wenige freiwillig in den Reigen ein.

Bei Karl Hofers Totentanz aus dem ersten Nachkriegsjahr hingegen machen alle nur zu gern mit: Vor dem Hintergrund einer dunklen Leere geben sich hohlwangige Gestalten mit leeren Augenhöhlen breit grinsend dem ausgelassenen Treiben hin. Die Tänzer versuchen, sich mit ihrem atemlosen Tun über die hoffnungslose Situation hinwegzutäuschen. Doch wie als Zeichen der allen drohenden Zukunft sinkt rechts schon einer nieder. Mit dem Totentanz hat Karl Hofer für die gleichzeitige Hoffnungslosigkeit und Lebensgier in der „Stunde Null“ eine treffende Darstellung gefunden.