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Der Gekreuzigte I
  • © VG Bild-Kunst, Bonn
  • Repro: Kai-Annett Becker
    • Eugen Schönebeck (*1936)

  • TitelDer Gekreuzigte I
  • Datierung1964
  • GattungGemälde
  • MaterialÖl auf Leinwand
  • Masse162 x 130 cm (Bildmaß), 167 x 135,5 x 5,8 cm (Rahmenmaß)
  • Stempel/Signatursigniert unten links: "E. Schönebeck 64"
  • Beschriftungrückseitig Leinwand oben Mitte: E. Schönebeck "Kreuzigung" 1964
  • InventarnummerBG-M 7436/94
  • CreditlineErworben aus Mitteln der Stiftung DKLB, Berlin, 1994
  • AusgestelltJa
Text

Eugen Schönebeck und Georg Baselitz erklärten zu Beginn der 1960er Jahre in ihrem „Pandämonischen Manifest“ das Hässliche, Obszöne und Blasphemische zu den zentralen Themen einer neuen figurativen Malerei. In der Tat erscheinen Schönebecks Kreaturen wie Visionen aus einer pandämonischen Traumlandschaft. In dieser Kreuzigungsdarstellung führt Schönebeck den Leib als Spiegelbild der gequälten Seele vor. Der Gekreuzigte symbolisiert die existenzielle Verzweiflung des Menschen. Neben ihm liegt eine Qualle. Mit ihrem naturwissenschaftlichen Namen „Meduse“ verweist sie auf die griechische Mythologie: Hier ist Medusa eine geflügelte Schreckgestalt mit Schlangenhaaren, die jeden, der sie anblickt, zu Stein erstarren lässt.