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Tuberies, Bauklötze, Federngewächs
  • © VG Bild-Kunst, Bonn
    • Heinz Trökes (1913 - 1997)

  • TitelTuberies, Bauklötze, Federngewächs
  • Datierung1946
  • GattungGemälde
  • MaterialÖl auf Leinwand
  • Masse60 x 70 cm (Bildmaß), 68,7 x 76,7 x 4 cm (Rahmenmaß)
  • Stempel/Signatursigniert unten links: "Trökes"
  • InventarnummerBG-M 6565/93
  • CreditlineSchenkung des Künstlers, Berlin, 1989
  • AusgestelltNein
Text

Heinz Trökes steht für den sogenannten Berliner Nachkriegs-
Surrealismus wie kein Zweiter. Dabei ging es ihm um etwas
völlig anderes als etwa dem berühmten Salvador Dalí. Die
klassischen Surrealisten wie Dalí erforschten ihr Unterbewusstsein,
um seltsame, surreale Welten auf die Leinwand zu
bringen, die es in der äußeren Realität nicht gab. Trökes jedoch
sprach von einem Surrealismus, der nach dem Krieg
wortwörtlich „auf der Straße lag.“
Die fremdartigen Wesen, Bauklötzchen und Wand- oder Zaunelemente
in seinen Bildern ergaben sich aus einer Neuordnung
von tatsächlich Gesehenem. Die Verschiebung von Raumgrenzen,
angeschnittene Fliesenböden und gebrochene
Strukturen resultierten aus der Realität im völlig ausgebombten
Berlin nach 1945. Und auch das Aufstapeln der ungleichen
Elemente entsprach den frühen Versuchen, aus Trümmerteilen
benutzbare Dinge zu improvisieren.