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Kauernde
  • © Urheberrechte am Werk erloschen
  • Repro: Kai-Annett Becker
    • Hugo Lederer (1871 - 1940)

  • TitelKauernde
  • Datierung1902
  • GattungSkulptur
  • MaterialSchlesischer Marmor (rotbraun)
  • Masse45 x 30 x 38 cm (Objektmaß)
  • KonvolutStudiensammlung Waldemar Grzimek
  • InventarnummerBG-S-SG 1114/87
  • CreditlineErworben aus Mitteln des Senators für Kulturelle Angelegenheiten Berlin,, 1985
  • AusgestelltNein
Text
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Mit verschränkten Armen und gesenktem Kopf hockt eine nackte, weibliche Figur auf einer knappen Plinthe, deren Rand nur grob behauen ist. Der seit 1885 als Kunsthandwerker ausgebildete Lederer, der schon ein Jahrzehnt später ein erfolgreiches Bildhauerwerkstatt betrieb, reagiert mit dieser Skulptur offensichtlich auf Vorbilder der Hochrenaissance, so beispielsweise Michelangelos Hockenden Knaben von 1530 in der Petersburger Eremitage. Wie jener weist auch Lederers Kauernde zugleich eine kompliziert verschraubte Haltung auf, die dazu dient, das Volumen der Figur auf eine blockhafte Dichte zu beschränken. Dies in Verbindung mit der Abwendung des Gesichts und der markanten Maserung des Steines entleert die Figur jeglichen narrativen und psychologisierenden Gehalts und weist auf Lederers bekanntestes Werk voraus, sein Hamburger Bismarck-Denkmal von 1906, bei dem er tektonische Strenge und formale Abstraktion noch weiter trieb. (Text: Stahlhut)