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Die dadaistische Korruption: Klarstellung eines erledigten Philosophieversuches
  • Repro: Anja Elisabeth Witte
    • Walter Petry (1898 - 1932)

  • TitelDie dadaistische Korruption: Klarstellung eines erledigten PhilosophieversuchesHerausgegeben im Auftrage der Liga zur Bekämpfung des Dadaismus. Berlin: Leon Hirsch Verlag
  • Datierung1920
  • GattungPublikation
  • SystematikBroschüre
  • MaterialPapier, gedruckt
  • BeschriftungVon Hannah Höch beschriftet: „1920, Petry, Steglitz, Birkbuschstr. 86 Atelier“.
  • KonvolutNachlass Hannah Höch
  • InventarnummerBG-HHC 493/79,2
  • Andere NummerBG-HHE I 13.31
  • CreditlineErworben aus Mitteln des Senators für Kulturelle Angelegenheiten, Berlin, 1979
  • AusgestelltNein
Transkription / Beschreibung
Weitere Abbildungen

Diese Broschüre war auf der Ersten Internationalen Dadamesse ausgestellt.

„Einleitung:
Von einer dadaistischen Korruption zu sprechen ist Pleonasmus. Dadaismus ist Korruption an sich. Und eine durch Umstände bedingte, aktuelle, wahrhaft zeitgenössische Korruption. Es ist ein alter Fehler, Sensationen die keine mehr sind und krampfhaft bemüht sind, durch Herausstellungen ihrer Unidee dies zu beweisen, noch vom Ich aus eine Beachtung zu schenken. Alle Gebärden verflachen an Monotonie. Je rigoroser sie sind, desto schneller. Der Dadaismus ist keine Sache, gegen die zu kämpfen wäre, er fordert nicht dazu heraus; er ist keine Philosophie, keine Epoche, nicht einmal ein Übergang, er ist eine aufgemachte, verschmückte, liebgemachte Attrappe, die nicht einmal neu ist. Ein Pamphlet wäre Beweis einer Wichtigkeitserklärung, der über die Dinge hinausführt. Man nehme diese Schrift nicht als oppositionelle Streithymne, nicht als mit dem Brustton beleidigter Überzeugung gesprochene Kriegserklärung, lediglich als Entwirrung von Fäden, die einigen Dadaisten selbst willkommen sein könnten, denn wer hätte Zeit Dadaist zu sein und noch nachzudenken was Dadaismus bedeutet? Der Zeitpunkt ist gekommen, Geburt mit einem analogen Akt abzuschließen. Man geht an diese Grabrede mit einigem Bedauern, ein Amüsement harmloser Natur zersetzen zu müssen.
Der Verfasser.“