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Wohnstadt am Waldeckpark
  • Repro: Anja Elisabeth Witte
    • Unbekannt

  • TitleWohnstadt am WaldeckparkBerlin, Kreuzberg, Oranienstraße/Alexandrinenstraße/Ritterstraße/Alte Jakobstraße
  • Date1957
  • CategoryFotografie
  • ClassificationSchwarzweißfotografie
  • Amount6
  • FondsOst-Berliner Fotoarchiv
  • Inventory NumberBG-AS 1436.000310
  • CreditlineÜbernahme aus Beständen der Magistratsverwaltung für Stadtentwicklung, Wohnen und Verkehr Berlin [Ost] über die Senatsverwaltung für Bau- und Wohnungswesen Berlin, 1991
  • On DisplayNo
Description

Neubau in Ausführung
Baustelle
Gerüst
Bauschild
Förderband

Die Bezeichnung "Neanderviertel" ist heute lediglich für die Neubebauung zu beiden Seiten der Ost-Berliner Heinrich-Heine-Straße gebräuchlich (die heutige Heinrich-Heine-Straße trug vor 1960 u.a. den Namen Neanderstraße). Die Neanderstraße war 1843 nicht etwa - wie das Neandertal - nach dem Kirchenliedichter und Rektor der Düsseldorfer Lateinschule Joachim Neander (um 1650 - 1680), sondern nach dem in der Nr. 10 ansässigen Unternehmer Johann Georg Christoph Neander (1784 - 1854) benannt worden. Die Siedlung um den Waldeckpark ist im Westen nur unter dem Namen "Otto-Suhr-Siedlung" bekannt. Eventuell handelt es sich um eine falsche Zuweisung durch die Fotografin.

Die Otto-Suhr-Siedlung zwischen Oranien-, Alexandrinen-, Ritter- und Alte Jakobstraße liegt in der sogenannten Luisenstadt (Bezirk Kreuzberg), deren Baustruktur im Zweiten Weltkrieg weitgehend zerstört worden ist. Die Siedlung war eines der ersten großen Wiederaufbauprojekte in West-Berlin, und beispielhaft für die Städtebauauffassung in den 1950er Jahren, mit einer Zerstörung der alten Blockstrukturen: Trennung von Wohnen und Arbeiten. Die Bebauungsdichte wurden im Vergleich zur Vorkriegszeit halbiert und Raum für einen Grünzug geschaffen. Am 17.08.1958 erhielt die Siedlung ihren Namen nach dem SPD-Politiker Otto Suhr (1894–1957). Durch quergestellte sechs- bis achtgeschossige Häuserzeilen entstanden halbgeschlossene Wohnhöfe. Zu den Zeilenbauten kam ein 15-geschossiges Punkthochhaus. Die Siedlung wurde in drei Etappen errichtet: Teil I von 1956 bis 1958, Teil II von 1959 bis 1961 und Teil III 1962/63. Es entstanden 2300 Wohnungen für ca. 4000 Einwohner.
Quelle: http://www.luise-berlin.de/lexikon/FrKr/o/Otto_Suhr_Siedlung.htm

Zum Wohnungsbau in Ost- und West-Berlin 1949-1961 siehe den Artikel von Dieter Hanauske in:
http://www.luise-berlin.de/bms/bmstxt01/0103PROE.htm