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Aufruhr
  • © Berlinische Galerie / VG Bild-Kunst, Bonn
  • Repro: Kai-Annett Becker
    • Werner Heldt (1904 - 1954)

  • TitelAufruhr
  • Datierung1935
  • GattungZeichnung
  • MaterialKohle auf Ingres
  • Masse47 x 62,6 cm (Blattmaß), 72,5 x 92,5 x 3 cm (Rahmenmaß)
  • Stempel/Signatursigniert, datiert und betitelt unten rechts: WH. 35 Werner Heldt "Aufruhr"
    rückseitig: Werner Heldt "Aufruhr"
  • InventarnummerBG-G 11369/08
  • CreditlineSchenkung aus dem Nachlass Irene Baumann, Berlin, 2003
  • AusgestelltNein
Text

Mit der Regierungsübernahme Hitlers und der zunehmenden Indoktrinierung der Massen durch nationalsozialistische Propaganda, sah Werner Heldt jene Werte gefährdet, die für ihn von zentraler Bedeutung waren: persönliche Freiheit und Kultur. Er floh 1933 nach Mallorca, wo die Auseinandersetzung mit der „Masse“ eine neue Dringlichkeit erfuhr. So brachte er seine Überlegungen auch in literarischen Texten zu Papier. Gleichzeitig entstanden Zeichnungen von menschenleeren Landschaften Mallorcas, Erinnerungen an die sandige Mark seiner Heimat sowie der bedeutende Werkkomplex der Revolutionszeichnungen. Hier bezieht er sich teilweise auf die Revolution von 1848, der ersten Demokratiebewegung in Deutschland. Heldts Darstellungen von fratzenhaften Masken oder gleichförmigen leeren Köpfen verarbeiten zugleich jüngste Erfahrungen. AL