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2. Stufe des Zentrumswettbewerbs ("Zentrum Berlin 1960"): Entwurf Kollektiv Schweizer
  • Repro: Anja Elisabeth Witte
    • Peter Schweizer (1921 - 2009)

  • Title2. Stufe des Zentrumswettbewerbs ("Zentrum Berlin 1960"): Entwurf Kollektiv SchweizerBerlin, Mitte, Stadtzentrum
  • Date1960
  • CategoryFotografie
  • ClassificationSchwarzweißfotografie
  • Amount1
  • FondsOst-Berliner Fotoarchiv
  • Inventory NumberBG-AS 1436.001779
  • CreditlineÜbernahme aus Beständen der Magistratsverwaltung für Stadtentwicklung, Wohnen und Verkehr Berlin [Ost] über die Senatsverwaltung für Bau- und Wohnungswesen Berlin, 1991
  • On DisplayNo
Description

Modellfoto
Arbeitsmodell
Stadtplanung
Zentrumsplanung
Maßstab ca. 1:2000

Skizze der Weiterführung der Zentrumsplanung in der Folge des Städtebaulichen Ideenwettbewerbs zum Stadtzentrum der Hauptstadt der DDR, Berlin:
Die drei Kollektive Gerhard Kröber, Hanns Hopp (Gerhard Kosel hatte sich anscheinend von der Zentrumsplanung zurückgezogen) und Peter Schweizer wurden im Winter 1959 beauftragt, ihre Beiträge zum "Städtebaulichen Ideenwettbewerb zum Stadtzentrum der Hauptstadt der DDR, Berlin" zu überarbeiten. Das Kollektiv Kröber wurde um Kurt W. Leucht ergänzt, das Kollektiv des Stadtplanungsamtes unter Schweizer um Josef Kaiser, der insbesondere für den Entwurf des Zentralgebäudes zuständig war, und um Stadtarchitekt Hans Gericke.
Im April 1960 konnte sich das Kollektiv Schweizer durchsetzen (Ende der 2. Stufe des Wettbewerbs) und einen Plan vorlegen, der in seiner weiterentwickelten Form (d.h. ohne die Glaskuppel Josef Kaisers) im April 1961 von der Stadtverordnetenversammlung bestätigt wurde.
Fazit: Das Kollektiv des Stadtbauamtes unter Peter Schweizer hatte seit Mitte der 1950er Jahre die Grundlagen für die radikale Modernisierung der Verkehrsstruktur des Berliner Zentrums erarbeitet. Aufgrund dieser Vorarbeiten - und mit Hilfe der lokalen Berliner SED-Größen Ebert und Verner - gelang es ihm, die 2. Stufe des Wettbewerbs zu gewinnen. Die zahlreichen vom Kollektiv im Stadtzentrum vorgesehenen Neubauten (einschließlich des Zentralgebäudes) spielten dabei eine untergeordnete Rolle - kein einziger von ihnen wurde verwirklicht. Umgesetzt wurde ein Großteil der neuen Struktur der Hauptverkehrsstraßen (also der eigentlichen Planungsleistung des Kollektivs): Alexanderstraße, Alexanderplatz, Grunerstraße und Liebknechtstraße.

Literatur:
Ehrhardt Gisske: Der Bebauungsplan für das Zentrum der Hauptstadt der Deutschen Demokratischen Republik - Berlin, in: Deutsche Architektur, Heft 8, 1961, S. 411-417.

Dorothea Tscheschner: Der Wiederaufbau des historischen Zentrums in Ost-Berlin, in: Hauptstadt Berlin. Internationaler städtebaulicher Wettbewerb 1957/58 (Katalog zu einer Ausstellung der Berlinischen Galerie 1990/91), Berlin 1990, S. 232/233.

Prämiert und ausgeschieden. Dokumentation eines IRS-Sammlungbestandes zu Städtebaulichen Wettbewerben in der DDR 1946 - 1977 (Schriftenreihe REGIO-doc des IRS, Bd. 2), Erkner 1998, S. 72/73.

Benedikt Goebel: Der Umbau Alt-Berlins zum modernen Stadtzentrum. Planungs-, Bau- und Besitzgeschichte des historischen Berliner Stadtkerns im 19. und 20. Jahrhundert (Schriftenreihe des Landesarchivs Berlin, Bd. 6), Berlin 2003, S. 291-294.