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Modell: Wohngebiet Hellersdorf
  • Repro: Anja Elisabeth Witte
    • Unbekannt

  • TitelModell: Wohngebiet HellersdorfBerlin, Hellersdorf
  • Datierung1986 - 1987
  • GattungFotografie
  • SystematikSchwarzweißfotografie
  • Umfang9
  • KonvolutOst-Berliner Fotoarchiv
  • InventarnummerBG-AS 1436.003102
  • CreditlineÜbernahme aus Beständen der Magistratsverwaltung für Stadtentwicklung, Wohnen und Verkehr Berlin [Ost] über die Senatsverwaltung für Bau- und Wohnungswesen Berlin, 1991
  • AusgestelltNein
Beschreibung

Modellfotos
Stadtplanung
Wohnhäuser
Plattenbau
Maßstab: unbekannt
Autor: unbekannt

Der an der östlichen Stadtgrenze Berlins zum Kreis Strausberg liegende Bezirk Hellersdorf besteht - als letzte der drei Ostberliner Bezirksneugründungen nach 1945 - seit 1986. Der Bezirk entstand durch die Zusammenführung der bis 1979 zum Stadtbezirk Lichtenberg (danach zu Marzahn) gehörenden Ortsteile Hellersdorf, Kaulsdorf und Mahlsdorf. 1988/89 wurde bei der Anlage des Neubauviertels eine Erweiterung des Stadtgebiets in Richtung Hönow vorgenommen, die 1990 durch den Einigungsvertrag übernommen und endgültig festgeschrieben wurde.

Ein zum Gut Blumberg gehörendes Vorwerk wurde im 19. Jh. zu einem Rittergut ausgebaut, das 1885 von der Stadt Berlin erworben wurde, die hier Rieselfelder anlegen ließ. Aus dieser Zeit haben sich nur die um 1840/50 errichtete Kate an der Alt-Hellersdorfer Straße 9 sowie einige Landarbeiterhäuser erhalten. In Kaulsdorf, Mahlsdorf und Hellersdorf setzte erst in den 1920er Jahren allmählich eine städtische Siedlungstätigkeit ein.

Die Großsiedlung Hellersdorf erstreckt sich entlang der U-Bahn-Linie 5 und stellt eine östliche Erweiterung des Großwohngebietes Marzahn dar. Sie nahm 1981 mit dem Baubeginn von Kaulsdorf-Nord ihren Anfang, wurde ab 1986 zum größten Neubaustandort Ost-Berlins. Bis 1990 waren von den geplanten 46.000 Wohnungen 34.000 fertiggestellt. 1990 lebten von den etwa 121.000 Einwohnern des Bezirks etwa 90.000 (fast 75 Prozent) im Neubaugebiet. Der Bezirk Hellersdorf hat als einziger der drei Ostberliner Neubaubezirke seit 1990 seine Einwohnerzahl erhöht: von 120.912 auf 127.816 (1999).

Schon vor der Vereinigung bestanden Pläne zum Ausbau des Stadtzentrums von Hellersdorf. 1990 wurde ein städtebaulicher Ideenwettbewerb ausgeschrieben. Favorisiert wurde ein Entwurf, der für das Gebiet nördlich des U-Bahnhofs Hellersdorf zunächst eine repräsentative Bebauung vorsah, die jedoch Sparzwängen zum Opfer fiel und seit März 1997 einer stark veränderten Version (genannt „Helle Mitte“) Platz machen mußte. 1998 erfolgte die Schlüsselübergabe für das neue Rathaus am Alice-Salomon-Platz.

Ende 1999 lebten 3 060 Ausländer in Hellersdorf, das waren 0,7 Prozent der in Berlin lebenden ausländischen Bevölkerung (zum Vergleich: Neukölln 14,7 Prozent, Kreuzberg 11,0 Prozent, Wedding 11,1 Prozent).

Die Verkehrsanbindung des Bezirks Hellersdorf erfolgt durch die S-Bahn und die 1989 nach Hönow verlängerte U-Bahn-Linie 5.
Nach der Wiedervereinigung Berlins wurde auch im Bezirk Hellersdorf schrittweise die Wohnqualität verbessert. Aber der Bezirk Hellersdorf hat nur wenig Industriebetriebe. Auch an kommunalen Einrichtungen besteht weiterhin Mangel.

Hellersdorf und Marzahn bilden seit 2001 einen der 12 neuen Großbezirke Berlins.

Quelle: http://www.luise-berlin.de/Stadtentwicklung/texte/5_21_hellersd.htm