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Brief von Raoul Hausmann an Hannah Höch. Berlin
  • Repro: Anja Elisabeth Witte
    • Raoul Hausmann (1886 - 1971)

  • TitelBrief von Raoul Hausmann an Hannah Höch. Berlin
  • DatierungFebruar/Anfang März 1918
  • GattungKorrespondenz
  • SystematikBrief
  • MaterialPapier, handgeschrieben
  • Umfang1 Blatt
  • KonvolutNachlass Hannah Höch
  • InventarnummerBG-HHC K 766/79
  • Andere NummerBG-HHE I 10.6
  • CreditlineErworben aus Mitteln der Senatsverwaltung für Kulturelle Angelegenheiten, Berlin, 1979
  • AusgestelltNein
Transkription / Beschreibung
Weitere Abbildungen

„Weißt Du noch, daß wir uns gestanden, gegenseitig, daß das Leben ohne einander uns unmöglich sei - daß wir uns so liebten, daß wir kein Kind wollten - oh sieh doch, wir stehen in einem Kampf, den wir nicht nur für uns führen - denke an Jung und seine Frau - was wir darüber sprachen. Daß Du die heiligere in diesem Kampf bist - das drückt mich vielleicht manchmal nieder - aber ich will Dein Dein süßer Mann sein - werden. Ich muß noch tiefer begreifen und erkennen an mir selbst. Aber ich bin der einzige Mann, auch vor Franz Jung, der Deine Reine und Keusche gefühlt hat - und darum: lebe mit mir - liebe mich liebe mich - ich habe Dir ja weh getan - Arme süße Liebe - laß mich doch gut machen - Du - Du - gehöre doch zu mir - wir sind doch so reich, daß wir leben können! nicht sterben nicht sterben!
Ich will ganz ganz demütig sein -
Meine Hannah - eine zweite Nacht nicht bei Dir sein, ertrage ich nicht. Laß mich doch zu Dir. Zarte, Süße - vergib mir doch. Ich liebe Dich - ich kann nicht leben vor Sehnsucht nach Dir.
Ich werde heute Nacht von 11 - 1/2 12 Uhr auf der Straße auf Dich warten, ganz ruhig. Laß mich doch meine große Schuld gut machen - Halte doch für uns das Heilige aufrecht, wenn ich versage Meine Meine -
ich war immer ohne Heimat - meine Heimat bist Du, und ich war schlecht zu Dir - sei wieder gut -
Süße Süße Süße Süße“.