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Brief von Raoul Hausmann und Johannes Baader an Hannah Höch. Berlin
  • Repro: Anja Elisabeth Witte
    • Raoul Hausmann (1886 - 1971)

  • TitleBrief von Raoul Hausmann und Johannes Baader an Hannah Höch. Berlin
  • DateJuni/ Juli 1918
  • CategoryKorrespondenz
  • ClassificationBrief
  • MaterialPapier, handgeschrieben
  • Amount2 Blatt
  • FondsNachlass Hannah Höch
  • Inventory NumberBG-HHC K 757/79
  • Other NumberBG-HHE I 10.61
  • CreditlineErworben aus Mitteln des Senators für Kulturelle Angelegenheiten, Berlin, 1979
  • On DisplayNo
Transcription / Description
Additional Reproductions

[Raoul Hausmann:] „Montag Abend.
Ich habe Dir heute gesagt: ich krepiere an Dir. Und Du mußt gesehen haben, nicht nur, daß ich Dich liebe, sondern wie ich Dich liebe. Und daß ich heftig werde und schließlich verzweifle, weil Du zurückhaltend bleibst. Heute war ich verzweifelt. Aber ich habe Dir zuletzt gesagt: ich liebe Dich. Und ich habe mich auf 5 Uhr verlassen - ganz fest. Obzwar ich um 4 Uhr fühlte, Du kommst nicht. Ich wollte, wollte, wollte bei Dir zuhause sein. Und nun - stellst Du Deinen Bruder[1] vor Dich, wo Du nur mütterlich zu sein brauchtest. Ich hatte Dir 2 Rosen geschenkt, weil ich gut sein nicht wollte, sondern konnte - und Du hastwieder nichts - nichts für mich. Also will nur ich ein Kind? Also will nur ich »zuhause« sein?
rede Dir nicht vor, Du »kannst« nicht! ich weiß, daß Du kannst.“
[Zusatz von Johannes Baader] „Ich nehme Raoul morgen mit nach Plessow. Kirschenpflücken. Er bedarf ebenfalls des Ausruhens nach dem heutigen Sturm. Ich pflücke schon seit Sonnabend Kirschen.
Der dada.“
[1] Friedrich Höch jun. (Danilo).