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Brief von Raoul Hausmann an Hannah Höch. Berlin
  • Repro: Anja Elisabeth Witte
    • Raoul Hausmann (1886 - 1971)

  • TitelBrief von Raoul Hausmann an Hannah Höch. Berlin
  • Datierung05.07.1918
  • GattungKorrespondenz
  • SystematikBrief
  • MaterialPapier, handgeschrieben
  • Umfang1 Blatt
  • KonvolutNachlass Hannah Höch
  • InventarnummerBG-HHC K 740/79
  • Andere NummerBG-HHE I 10.64
  • CreditlineErworben aus Mitteln des Senators für Kulturelle Angelegenheiten, Berlin, 1979
  • AusgestelltNein
Transkription / Beschreibung

„5. Juli 1918.
Das ist vielleicht für lange Zeit der letzte Brief an Dich. Ich bin nicht mehr so naiv, trotzdem ich nicht begreife, wie das Vorgefallene geschehen konnte, mich ganz »schuldlos« zu glauben. Aber ich darf an Deine Kindlichkeit denken und glauben, daß Du Dich, wenn der größte Schreck überwunden ist, auch daran erinnern wirst - daß ich Dich liebe. Und daß Du weißt, daß ich unter der Trennung von Dir leide - und auch weinen darf ich um Dich - denn auch Du wirst trauern. Und dann will ich hoffen oder glauben - daß Du vielleicht - einmal - wieder den Weg zu mir finden werdest.
Denn nochmals: ich mag böse sein - aber ich wollte gut sein. Und daß ich Dich liebe - und auch Du mich - kann das je ganz vergebens sein oder werden?
R.
Schenke mir noch einmal die Photographie von 1915 aus Gotha[1] in ganzer Figur, die Dein Onkel machte - meine ist schlecht geworden.“
[1] Vgl. BG-HHE I 6.31.