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Brief von Raoul Hausmann an Hannah Höch. Teplitz
  • Repro: Anja Elisabeth Witte
    • Raoul Hausmann (1886 - 1971)

  • TitelBrief von Raoul Hausmann an Hannah Höch. Teplitz
  • Datierung27.02.1920
  • GattungKorrespondenz
  • SystematikBrief
  • MaterialPapier, handgeschrieben
  • Umfang1 Blatt
  • KonvolutNachlass Hannah Höch
  • InventarnummerBG-HHC K 703/79
  • Andere NummerBG-HHE I 13.6
  • CreditlineErworben aus Mitteln der Senatsverwaltung für Kulturelle Angelegenheiten, Berlin, 1979
  • AusgestelltNein
Transkription / Beschreibung
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„27. 2. 20
Liebe Hannah - hier gibt es Schinken, Schinken, Schinken Würste, nur aus Rind oder Schweinefleisch, unerhört guten Kuchen - Du kannst es dir nicht vorstellen. Allerdings etwas teurer als Berlin - Der Teplitzer Abend war anstrengend, das Publikum reagierte erst garnicht, später gab’s allerdings Krach, im ganzen ein Erfolg. Dann gibts eine unangenehme Sache, man friert, grade war ich aufgestanden, weil mir kalt war; ich bin auch total erkältet. Im Übrigen habe ich mir hier ein Paar Schuhe, derbes Rindleder, bis zum Knie für 550 Kronen gekauft, das ist billig. Heute Nacht wurden wir stark gefeiert - Huelsenbeck und Baader sind Leichen, mir geht’s sehr gut. Ich konnte nicht ausweichen. Wenn wir weitermachen können (wegen schwarzer Pocken) fahren wir statt Brünn nach Karlsbad am 5. März. ‘Für Prag verspricht man uns übrigens Prügel. Schreibe bitte nach Prag - Smichow, p. Adr. Dr. Zemanek Skalka 1.
Was machst Du? Grüße, Küsse
R.“