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Brief von Helma Schwitters und Kurt Schwitters an Hannah Höch. Hannover
  • Repro: Anja Elisabeth Witte
    • Helma Schwitters

  • TitelBrief von Helma Schwitters und Kurt Schwitters an Hannah Höch. HannoverBriefkopf: "KURT SCHWITTERS - HANNOVER - WALDHAUSENSTR. 5"
  • Datierung06.10.1932
  • GattungKorrespondenz
  • SystematikBrief
  • MaterialPapier, handgeschrieben, maschinengeschrieben
  • Umfang1 Blatt
  • KonvolutNachlass Hannah Höch
  • InventarnummerBG-HHC K 442/79
  • Andere NummerBG-HHE II 32.22
  • CreditlineErworben aus Mitteln des Senators für Kulturelle Angelegenheiten, Berlin, 1979
  • AusgestelltNein
Transkription / Beschreibung

"6.10.32. / Liebe Hanna, liebe Tilli. / Ich weiss nicht, ob Ihr zusammen seid, ob Ihr in Berlin seid, wie es Euch geht u.s.w., aber das werde ich ja wohl alles durch Kurt erfahren, der am 12. vielleicht erst 13. Oktober nach Berlin kommt, und wenn es Euch recht ist, will er bei Euch wohnen. Am 14. und 15. Oktober ist Werkbundtagung in Berlin [1], deshalb kommt Kurt seit langer Zeit wieder zum ersten Mal nach Berlin. Er möchte Dich, liebe Hanna, nun fragen, ob es Dir möglich ist bei Euch für ihn am Donnerstag den 13. Oktober einen Vortragsabend zu arrangieren? Eintrittspreis 1,50 Mk als Unkostenbeitrag. Er würde alle Kosten tragen, und erst das, was übrig ist, würde er für seinen Vortrag nehmen. Du, liebe Hanna, würdest vielleicht so lieb sein, und Tee und Kakes besorgen; ob es möglich ist oder nicht, schreib es uns jedenfalls so schnell wie möglich. Wir müssen Eintritt nehmen, da es uns auch nicht gut geht, Du verstehst? / Viele herzliche Grüsse Euch beiden Eure /Helma.

Handgeschriebener Zusatz von Kurt Schwitters:
Liebe Hannah! / Schreib mir bitte bald, ob Du den Abend mir machen kannst. Wenn ja, sende ich Dir umgehend Adressen. Willst Du vielleicht für 3 M an der Tagung teilnehmen, als Angehörige? Das ist: 14.10. 17 Uhr Herrenhaus, Vortrag Plessner: «Die Wiedergeburt der Form im technischen Zeitalter», 20 Uhr Diner bei Kempinski, Leipziger Str. (2,35 M extra für Essen); 15.10. 9,15 Mitgliederversammlung im Herrenhaus; 14,00 Rundfahrt zu neuen Bauten Berlins, 20,00 Uhr Festvorstellung Staatsoper. Wenn ja, muss ich es bald wissen, damit ich bestellen kann. / Herzlichst / Merz."
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[1] 21. Jahresversammlung zum 25jährigen Bestehen des Deutschen Werkbunds. Neben der Affirmation des Werkbund-Gedankens wurde auf der zweitägigen Festsitzung die Frage diskutiert, welche Haltung zur nationalsozialistischen Kunst- und Kulturpolitik von Seiten des Werkbunds zu beziehen sei.