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Briefentwurf von Hannah Höch an Raoul Hausmann
  • Repro: Anja Elisabeth Witte
    • Hannah Höch (1889 - 1978)

  • TitelBriefentwurf von Hannah Höch an Raoul Hausmann
  • Datierung28.04.1918
  • GattungKorrespondenz
  • SystematikBrief
  • MaterialPapier, handgeschrieben
  • Umfang1 Blatt
  • KonvolutNachlass Hannah Höch
  • InventarnummerBG-HHC K 4002/79
  • Andere NummerBG-HHE I 10.33
  • CreditlineErworben aus Mitteln des Senators für Kulturelle Angelegenheiten, Berlin, 1979
  • AusgestelltNein
Transkription / Beschreibung
Weitere Abbildungen

„In Erkenntnis der Gründe unserer Konflikte müßte ich heute die Forderung stellen: es ist an der Zeit, trenne Dich von dieser Frau und ich kann frohen Herzens ein neues Leben mit Dir beginnen. Um diese Forderung aber stellen zu können müßte ich Deiner ganz sicher sein, es müßte alles, was Du heute erkannt zu haben angibst, Dir schon in Fleisch und Blut gegangen sein. Ich aber habe kein bißchen Mut, den aus einem Zusammenleben sich ergebenden Konsequenzen vertrauensvoll entgegen zu sehen, kann diese Forderung also nicht stellen. Ich bitte Dich ganz dringend, mir Zeit zu lassen, dann wird sich vielleicht für Dich sowie für mich ergeben, ob und wie unsere Sache zu fassen ist. In ein Leben wie es zuletzt war kehre ich freiwillig nicht zurück. Wenn es möglich ist, daß etwas Neues bei mir entsteht, so mußt Du mir jedenfalls jetzt Ruhe geben, ich bin nicht da wo Du mich haben möchtest, ich bin noch sehr weit von Dir entfernt.
In meinem Brief steht nichts von Phrase, vielleicht habe ich mich verschrieben, es soll heißen: Diese Phase (augenblicklicher Lebenszustand)
Ich bitte Dich nichts wieder nach Gotha zu schicken, ich bin nicht dort und man wird dort immer wieder unnötig in Sorge und Aufregung versetzt am 28. April 1918.“