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Brief von Hans Arp an Hannah Höch. Zürich
  • Repro: Anja Elisabeth Witte
    • Hans Arp (1886 - 1966)

    • Beteiligte Hans ArpKorrespondenzpartnerAbsender/inHannah HöchKorrespondenzpartnerAdressat/in
  • TitelBrief von Hans Arp an Hannah Höch. Zürich
  • Datierung12.12.1925
  • GattungKorrespondenz
  • SystematikBrief
  • MaterialPapier, maschinengeschrieben
  • Umfang1 Blatt
  • KonvolutNachlass Hannah Höch
  • InventarnummerBG-HHC K 10/79
  • Andere NummerBG-HHE II 25.26
  • CreditlineErworben aus Mitteln des Senators für Kulturelle Angelegenheiten, Berlin, 1979
  • AusgestelltNein
Transkription / Beschreibung
Weitere Abbildungen

"12 12 25
arbenzstrasse 10
zürich

liebe haha.
wie geht es ihnen.
was macht die liebe die von zigeunern stammet.
wann kommen sie endlich zu uns.
sie haben mir nicht einmal mitgeteilt ob die unsterblichmachung die ich ihnen in meinem ismenbuch zu teil werden liess sie mit starken schauern erfüllte. nebenbei hätte ihre und segals unsterblichkeitsmachung [1] beinahe dazu beigetragen dass ich von eli-aas [2] lissitzky mit einem lauwarmen prounknochen erschlagen worden wäre. ich war nämlich der kindlichen meinung dass mir als mitherausgeber auch rechte zustünden. 1. hat mich der urkundenfälschung der originalechten wilden wieder natürlichen sodomitischen kunstgomorrarührei und anderem mehr zeihen wollen. es scheint aber dass er sich in seinem feurigen wagen [3] in die bekannten seitlichen büsche geschlagen hat. und wenn er nicht gestorben ist so sitzt er noch heute darinnen und quält sich mit seinem dürren stuhl ab.
ganz ihr arp."

[1] Abbildung von Arthur Segals Hafen in der Sonne, 1918, Öl/Lwd., in der Rubrik "Abstraktivismus".
[2] Wortspiel und Anspielung auf den Propheten Elija aus Tisbe (9. Jh. v. Chr.), einen Verfechter der jüdischen Religion gegen andere Kulte, vornehmlich gegen den Kult des Baal.
[3] Nach der Überlieferung starb Elija nicht, sondern auf einem mit feurigen Rossen bespannten Wagen fuhr er zum Himmel empor.