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Brief von Friedrich Höch jun. an Hannah Höch. Königsberg-Ponarth
  • Repro: Anja Elisabeth Witte
    • Friedrich Höch ( junior) (1891 - 1975)

  • TitelBrief von Friedrich Höch jun. an Hannah Höch. Königsberg-Ponarth
  • Datierung28.11.1915
  • GattungKorrespondenz
  • SystematikBrief
  • MaterialPapier, handgeschrieben
  • Umfang2 Blatt
  • KonvolutNachlass Hannah Höch
  • InventarnummerBG-HHC K 921/79
  • Andere NummerBG-HHE I 6.46
  • CreditlineErworben aus Mitteln des Senators für Kulturelle Angelegenheiten, Berlin, 1979
  • AusgestelltNein
Transkription / Beschreibung
Weitere Abbildungen

„Königsberg-Ponarth d. 28.11.1915 „Liebe Hanna!
Heute nur ein kurzes Lebenszeichen. Heute, Sonnabend früh 1 Uhr sind wir glücklich in K. gelandet und haben sogleich im Pferdestall mang de Zossen gepennt. Wir waren 300 Berliner. Die Kaserne in K. konnte mir freilich nicht imponieren, man nennt sie hier die Wanzenbude. Ich hatte natürlich Glück und kam nach Ponarth b/K. / 3 /4 Stunde entfernt / in eine wunderbare neue Kaserne. In ca. 14 Tagen geht’s fort, entweder zur Bug-Armee oder nach dem Balkan.
Morgen früh 6 Uhr ist das erste Pferdeputzen. Ich habe mir die Zossen schon genau angesehen. Das Ding kann ja gut werden. Ich werde sehen, daß ich zuerst mal an die lammfrommen komme. (Saul, Regimentstochter & Laban) Mit einem Unteroffizier habe ich mich auf der Fahrt angefreundet und bin nun auch mit etwas Schiebung in seinen Beritt gekommen. Also wird die Sache gut gehen. - Mit uns kamen gleichzeitig 300 Mann aus Danzig und so ist lebhafter Verkehr.
Da wir gleich wieder antreten müssen, schließe ich. Sende mir bitte meine Briefschaften als Feldpost an nachstehende Adresse.
Herzliche Grüße an Frau Jacoby, Tante Mally & an Dich.
Dein Danilo
Adr. Landsturmmann F. Höch“.