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Brief von Kurt Heinz Matthies (Karl-Heinz) an Hannah Höch. Berlin
    • Kurt Heinz (Karl-Heinz) Matthies (*1910)

  • TitelBrief von Kurt Heinz Matthies (Karl-Heinz) an Hannah Höch. Berlin
  • Datierung10.12.1935
  • GattungKorrespondenz
  • SystematikBrief
  • MaterialPapier, handgeschrieben
  • Umfang1 Blatt
  • KonvolutNachlass Hannah Höch
  • InventarnummerBG-HHC K 296/79
  • Andere NummerBG-HHE II 35.8
  • CreditlineErworben aus Mitteln des Senators für Kulturelle Angelegenheiten, Berlin, 1979
  • AusgestelltNein
Transkription / Beschreibung

"Berlin, 10.12.35.
Liebe Frau Hoech!
Als ich heute anrief, hatte ich eigentlich auch die Absicht, Sie zu fragen, ob ich Sie in dieser Woche nicht wieder einmal sprechen könnte. Leider passte es Ihrer Freundin, Frau Brugman, in dieser Woche nicht, sodass sie mich erst für Montag, wie Sie ja wissen, eingeladen hat. Unabhängig von dieser Verabredung würde ich mich freuen, wenn Sie in dieser Woche noch etwas Zeit für mich übrig hätten und ich Sie besuchen dürfte. Würde Ihnen da vielleicht Freitag Abend recht sein? Ich hoffe, dass ich Ihre Freundin, die ja sicher sehr stark in Anspruch genommen ist, in diesem Falle nicht irgendwie stören werde. Und ich möchte auch Sie bitten, meinetwegen auf keinen Fall Umstände zu machen (Abendbrot, usw.).
Ich wäre Ihnen dankbar, wenn Sie mir telefonisch (am besten nachmittags) oder schriftlich Bescheid geben würden, ob Sie mit meinem Vorschlag einverstanden sind. Sollte Ihnen die Zeit nicht passen, so könnten Sie mir ja sagen, welcher Tag Ihnen angenehmer wäre.
Ich hoffe, dass Ihnen das Beethoven-Konzert neulich wirklich gut gefallen hat. Diese vier letzten Sonaten sind ja in der Tat das Höchste, was die Klaviermusik zu geben vermag. Mich hat das Konzert jedenfalls auch sehr angeregt - leider kann ich mich in diesem Falle im Gegensatz zu Ihnen nur dilettantenhaft - nachschöpferisch betätigen und das nicht irgendwie in Kunst umsetzen.
Mit freundlichen Grüssen,
auch an Frau Brugman,
K. H. Matthies."