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Brief von František Kalivoda an Hannah Höch. [o. O.]
  • Repro: Anja Elisabeth Witte
    • František Kalivoda (1913 - 1971)

  • TitelBrief von František Kalivoda an Hannah Höch. [o. O.]Mit Briefkopf: "fr. kalivoda architect čsr", umseitig hs. Briefentwurf von Hannah Höch
  • Datierung26.02.1934
  • GattungKorrespondenz
  • SystematikBrief
  • MaterialPapier, handgeschrieben
  • Umfang1 Blatt
  • KonvolutNachlass Hannah Höch
  • InventarnummerBG-Ar 5/95,8
  • Andere NummerBG-HHE III Nt.27
  • CreditlineSchenkung Eva-Maria und Heinrich Rössner, 1995
  • AusgestelltNein
Transkription / Beschreibung
Weitere Abbildungen

"26.II.34.
Sehr verehrte frau höch,
die ausstellung ist bereits 3 tage installiert. da ich wieder krank bin (magenvergiftung) kann ich bis donnerstag meinen vortrag dabei halten.
samstag geht die sammlung wieder an sie nach berlin zurück. bitte zu welchem preise können wir hier die kunstblätter verkaufen? ich persönblich habe für die arbeit »von oben« interesse. ferner ist hier das grösste interesse für einzelne bilder aus der sammlung »ethnographisches museum«. - bitte schreiben sie bald, ja?
ich werde ihnen bald ausführliche mitteilungen geben. heute eile ich sehr, da ich gerade das bett verlassen habe und nach prag abreisen muss.
entschuldigen sie bitte, dass erst nur die ganze ausstellungsangelegenheit klappt.
mit sehr herzlichen kollegialen grüssen ihr
Kalivoda"

[Umseitig Briefentwurf von Hannah Höch]
"S g. H. K. sehr erfreut erhielt ich heute Ihren Brief und die Drucksachen. Ich finde, dass die Ausstellungs-Einladung sehr gut aussieht.
Zunächst möchte ich Ihnen nur herzlich danken für die viele Mühe, die Sie sich mit in meiner Angelegenheit gemacht haben, zumal ich Sie krank weiss, was mir ausserordentlich leid tut. Moholy Nagy, der vergangene Woche mal bei mir war sprach mir davon und Ihr Brief bestädigte es nur zu sehr. Ich wünsche Ihnen eine baldige und endgültige Besserung.
Was die Preise der Arbeiten anbelangt, so freue finde ich es herrlich, dass Interesse dafür da ist und beeile mich Ihnen etwas über Preise zu schreiben. Ich habe hier in Deutschland durchschnittlich zwischen 50.- 100.- Mk für ein Blatt bekommen. Herr v. d. Heydt hat 100 Mk.- bezahlt. In der Tschegholslowakei, wo die Valuta ja eine sehr niedrige ist, wäre wahrscheinlich noch weniger denn 50.- Mk angebracht? Zumal wenn es sich um die kleineren Arbeiten handelt? Ich möchte es Ihnen überlassen die Preise in der zu machen. Jedenfalls kon sollen Sie sicher sein, dass ich nicht möchte, dass wenn jemand wirklich Interesse an der einem Blatt hat der Verkauf am Preis scheitern soll. Es gibt ja auch Kollegen die sehr wenig Geld haben und also nur sehr wenig zahlen können und anderseits gibt es Kreise, wo es nicht angebracht ist den Preis zu niedrig zu drücken. Sie kennen doch die Verhältnisse, und so überlasse ich wie gesagt, die Festsetzung, vertrauensvoll, Ihnen. Auch freue ich mich sehr, dass Sie das Blatt »von oben« erstehen wollen. Gleichzeitig bitte ich Sie, sich ein 2tes als eine kleines Gegenleistung Geschenk für Ihren Unermüdlichkeit Mühe und Ihr Interesse zu behalten.
Ferner möchte ich Sie noch wissen - ist denn mein Artikel im »Monat« erschienen? Und wenn noch nicht, wann erscheint er?
auch möchte ich Sie sehr bitten mir Kritiken etc aufzuheben und zuzusenden.
Auch wüsste ich gern - ist Ihre Revue stredisko, ein monatlich erscheinendes Heft? Oder nur einmalig?
Ich sen Mit kollegialem G"