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Brief von Thomas Ring an Hannah Höch. Graz
  • Repro: Anja Elisabeth Witte
    • Thomas Ring (1892 - 1983)

    • Involved Persons Thomas RingKorrespondenzpartnerAbsender/inHannah HöchKorrespondenzpartnerAdressat/in
  • TitleBrief von Thomas Ring an Hannah Höch. Graz
  • Date16.12.1942
  • CategoryKorrespondenz
  • ClassificationBrief
  • MaterialPapier, handgeschrieben
  • Amount1 Blatt
  • FondsNachlass Hannah Höch
  • Inventory NumberBG-HHC K 504/79
  • Other NumberBG-HHE II 42.2
  • CreditlineErworben aus Mitteln des Senators für Kulturelle Angelegenheiten, Berlin, 1979
  • On DisplayNo
Transcription / Description
Additional Reproductions

"Graz, den 16. XII. 42
Liebe Hannah!
Wenn die einliegenden Knöpfe zum neuen Kleid Deiner Kunst brauchbar sind, wird es mich sehr freuen. Näpfchen habe ich leider nicht mehr bekommen. Wie geht es Dir? Wie ist die große Auseinandersetzung abgelaufen? [1] Wo stehst Du in Deiner Mauserung? Wie habt Ihr materiellen Dinge, Wohnung usw. geregelt? Ich habe mich seit der Ankunft hier in die Gutachten-Tätigkeit für Straßburg [2] gestürzt, jetzt bin ich glücklich durch damit und kann wieder an mein Buch gehen. Die Reise war für den ganzen Menschen eine Durchrüttelung und ist mir gut bekommen, Dir nochmals meinen Dank für Deine Gastfreundschaft! Die NS Monatshefte mit dem Sprach-Aufsatz habe ich übrigens doch vergessen, da mir sehr an dem Thema liegt, würde ich es als lieb von Dir empfinden, wenn Du es gelegentlich senden wolltest. Über lesenswerte Bücher später einmal, wenn ich weiß, wie Ihr die Bücher «geteilt» habt. Mehr als ein still-frohes Weihnachten kann ich Dir wohl nicht wünschen
von Herzen
Dein Thomas"

[1] Trennung von Kurt Heinz Matthies.
[2] Thomas Ring war zu diesem Zeitpunkt als Gutachter für das Psychologische Institut in Straßburg tätig.