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Golgatha
  • Repro: Anja Elisabeth Witte
    • Raoul Hausmann (1886 - 1971)

  • TitelGolgatha
  • Datierung18.04.1918
  • GattungManuskripte
  • SystematikTyposkript
  • MaterialPapier, handgeschrieben, maschinengeschrieben
  • BeschriftungMit handschriftlichem Zusatz.
  • Umfang1 Blatt
  • KonvolutNachlass Hannah Höch
  • InventarnummerBG-HHC H 64/79
  • Andere NummerBG-HHE I 10.24
  • CreditlineErworben aus Mitteln des Senators für Kulturelle Angelegenheiten, Berlin, 1979
  • AusgestelltNein
Transkription / Beschreibung

„Golgatha.
»Wo immer ein Mensch seine Gedanken ausspricht, ist Golgatha« — dieses Golgatha endgiltig zu verhindern, (wie die intellektuelle Lüge der Güte oder des Bösen, Liebe und Haß, der Transzendenz und der Utilitarität, des größeren Wertes des Mannes vor der Frau - diese Kreuzigungen, männlichen Verdrängungstriebe, von hier aus Herabsetzung der Welt in Moral-Bourgeoisie -) dazu ist der Dadaismus geschaffen worden, der keine Erziehung mehr begreift, kein »melior« (Besserwerden) - der nur Spontan-Äußerungen kennt und alles Ethos als romantisch, nicht als Leben, sondern Flucht aus dem Leben erkennt. Endlich begreift: Golgatha ist verstecktes Wollen zum Selbstmord.
Raoul Hausmann.“
[handschriftliche Zufügung:] „Ich will auch mein Golgatha nicht mehr. Ich will versuchen - statt mich zu töten - reich zu werden, der Mann der nicht mehr verdrängt (lügt) - für dich das zu werden bis Du mich rufst.
R.“