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Zur ersten Ausstellung der freien Secession mit einer Anmerkung von Hannah Höch
  • Repro: Anja Elisabeth Witte
    • Raoul Hausmann (1886 - 1971)

  • TitelZur ersten Ausstellung der freien Secession mit einer Anmerkung von Hannah Höch
  • Datierung06.1914
  • GattungManuskripte
  • SystematikManuskript
  • MaterialPapier, handgeschrieben
  • BeschriftungAnmerkung von Hannah Höch: „Man hätte dies wohl ohne diesen eingeklammerten Satz publizieren können, meine ich. H.“
  • Umfang1 Blatt
  • KonvolutNachlass Hannah Höch
  • InventarnummerBG-HHC H 51/79
  • Andere NummerBG-HHE I 5.25
  • CreditlineErworben aus Mitteln des Senators für Kulturelle Angelegenheiten, Berlin, 1979
  • AusgestelltNein
Transkription / Beschreibung
Weitere Abbildungen

„Zur ersten Ausstellung der freien Secession, Juni 1914.
Aus dem Vorwort zum Catalog: Wenn die Secession das ist, was sie geistvoll genannt wurde: ein Weg, nicht ein Ziel, so beweist die Existenz dieser Ausstellung, daß dieser Weg noch weiter führt und gangbar ist. - Wie vorsichtig, mit einer Entschuldigung zu beginnen. Ein Weg, nicht ein Ziel - wie könnte einer der Secessionisten ein Ziel darstellen - eine Andeutung der Erneuerung. Erneuerung ist herrlich - worin zeigt sie sich hier? Man sah, daß der Kramladen mit Kram gefüllt war, man gestattete einigen der sogenannten »Jungen« den Kramladen interessanter zu gestalten. Liebermann hatte die Jungen nicht zugelassen, dies war logisch; die »freie« Gesellschaft versetzte sich durch die Zulassung selbst den schwersten Schlag. Nun sieht man zu deutlich die Erbärmlichkeit des Mitgliedkrams. Die »Jungen« selbst waren unklug, sich begönnern zu lassen. Nun übertrug sich etwas von der Wertlosigkeit der ändern auf diese neueren Dinge. Begriffen diese Jungen nicht, daß Kunst nicht in dieser Marktumgebung gedeihen kann? (Liebermann und Cassierer war es nie um Kunst zu tun, nur um die »Größe« Liebermanns, der in Wahrheit ein schwächlicher Realist ist.)[1] Die Verfinsterungspolitik (eines Liebermann und Cassierer)[2] schuf eine Reihe Kraftloser, die ihre Mängel und ihr Kunstgewerbe mit dem ganz unzutreffenden Titel Impressionismus decken. Menschen mit Geist, Kraft des Erlebens, Künstler haben sich von dieser Schaubude gönnerhafter Kaufleute fernzuhalten. Platz ist dort nur für die Ausmünzer.//
R. H. Juni 1914“.//

[1] Die Klammer wurde nachträglich von Hannah Höch eingefügt.
[2] Ergänzung von Hannah Höch.