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Die Krise des Imperialismus. [o. O.]
  • Repro: Anja Elisabeth Witte
    • Thomas Ring (1892 - 1983)

  • TitleDie Krise des Imperialismus. [o. O.]
  • Date1926/1927
  • CategoryManuskripte
  • ClassificationTyposkript
  • MaterialPapier, Durchschlag, maschinengeschrieben
  • Amount15 Blatt
  • FondsNachlass Hannah Höch
  • Inventory NumberBG-HHC H 7/79
  • Other NumberBG-HHE II 26.40
  • CreditlineErworben aus Mitteln des Senators für Kulturelle Angelegenheiten, Berlin, 1979
  • On DisplayNo
Transcription / Description
Additional Reproductions

"Die Krise des Imperialismus.[1]
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Soll man in grundlegenden Lebensfragen sich entscheiden, so muss man alles ausschalten was die Beurteilung, die Durchfuehrung der in den Fragen selbst liegenden Dialektik, vom Grundsaetzlichen ablenken koennte. Nun leben wir nicht theoretisch als Experiment im luftleeren Raum, sondern stehn mitten in einer realen Entwicklung, sind vom gegenwaertigen Entwicklungszustand der Menschen und Dinge um uns beeinflusst. Neigt man in politischen Fragen zur Entscheidung gegen den Imperialismus, so fallen einem sofort Beispiele ruehrender Fuersorge und Pflichterfuellung einzelner Monarchen oder blendende Erfolge imperialistisch konstituierter Staatswesen ein. Die imperialistische Geschichtsschreibung, aus der wir unser Wissen gewoehnlich beziehen, hat dafuer gesorgt dass gerade diese Beispiele als persoenliche Verdienste herausgehoben oder als nachahmenswerte Ziele leuchtend aufgestellt sind. Aber abgesehen davon dass sie der Vergangenheit angehoeren, aus der wir die Kausalitaet des Geschehens lernen und nicht Formen zur Nachahmung heraussuchen sollen /weil nur prinzipiell gleiche, nicht dinglich gleiche Bedingungen wiederkehren/ haben uns die Ereignisse der letzten Jahre vor eine Wende gestellt, an der wir pruefen muessen ob die imperialistische Lebensform fuer kuenftige Menschen tauglich ist.
Das banale Vorurteil, dass die Menschen sich immer gleich bleiben, verschliesst uns die Augen gegen die tiefgehenden Aenderungen der menschlichen Erlebnisrichtung, die mit industriell-wirtschaftlichen Wandlungen und solchen der Verkehrsbedingungen zusammenhaengen. Natuerlich liebt und hasst der Mensch auch heute, aber das langsame Auskosten provinzialer Stimmungen darin hat sich seit der Postkutschenzeit doch geaendert. Ebenso kann man uns nicht mehr, wie zur Zeit der Verbreitung des Christentums, erzaehlen dass das Abschlachten von Heiden ein gottwohlgefaelliges Werk sei. Die Richtung der vom Christentum nicht aufgesognen Mordinstinkte hat sich geaendert, weil Gott nicht mehr politisch zugkraeftig ist und die Priester des heidnischen Kapitalismus verkuenden, dass Kommunisten an die Wand gehoeren oder die Priester des Nationalismus verkuenden, dass der Mitmensch durch seine Geburt jenseits der Grenzpfaehle Landesfeind /oder Freund, je nach der neuesten Abmachung/ sei. Man wird bei einiger Beobachtung merken, dass im imperialistischen Staat die Sympathien und Antipathien immer nach dem akuten Geschaeftsproblem gelenkt werden. Die persoenliche Qualitaet des Staatsleiters kann nichts gegen diese Forderung tun, menschliche Bedenken muessen gegen die «Staatsraison» zurueckgestellt werden. Es muss also die imperialistische Staatsraison selbst beurteilt werden und nicht seine Vertreter.
Es ist damit wie mit der Beurteilung des Kapitalismus. Jeder kennt persoenlich wohlwollende und anstaendige Kapitalisten oder ist selbst einer. Aber diese Anstaendigkeit kann gefaehrlicher sein als eine brutale Aussauger- und Erpresserpolitik, weil sie ueber die Grundfrage des kapitalistischen Prinzips taeuscht und dadurch eine Gesellschaftsform erhalten hilft, die skrupelloseren Geschaeftsleuten ein Erpressen und Aussaugen gestattet. Nun beruhigt man sich damit, dass in solchen Faellen die Staatsgesetze regulativ eingreifen. Aber sie greifen nicht ein wo es wirksam ist. Jeder kann sich davon durch eine nichtkapitalistische Presse, eine solche die nicht vom Verschweigen der fuer den Besitzlosen grundlegenden Dinge lebt, ueberzeugen. Der heutige Staat kann ja auch garnicht eingreifen, da er selbst kapitalistisch fundiert ist und immer mehr zum Werkzeug einiger weniger Konzerne wird. Geld-Kapitalismus geht mit Idee-Kapitalismus Hand in Hand. Die Feudalgliederung des alten Kirchenstaats wurde abgeloest von den Konzernen der Wissenschaften, die ein bestimmt gemuenztes / auf optische Beobachtung gepraegtes/ Wissen umsetzen, aengstlich auf Verteilung der Direktions- und Aufsichtsratsstellen ihrer Fakultaeten und auf Heranzuechtung eines im gleichen Prinzip denkenden Nachwuchses bedacht sind. Wir muessen also, um das Prinzip des Vorrechts auf Grund eines in Muenze verwandelbaren Besitzes /Kapitalismus/ oder eines in Gewalt umsetzbaren Expansionsdrangs /Imperialismus/ zu verstehen, schon tiefer in die Natur des Menschen eindringen und das Verhaeltnis des Einzelnen zu seiner gesellschaftlichen Funktion betrachten.
Jeder hat einen dialektischen Zwiespalt in sich. Denn was ist Dialektik schliesslich anders als das Durchdenken von Fragestellungen die an uns herantreten, weil wir nicht allein auf der Erde sind. Das Leben fordert von uns Entscheidungen, so? oder so? gruppieren sich Thesen und Antithesen, Gedanken fuer die von aussen angeregte Sache oder dagegen, in uns. Jeder ist grundsaetzlich in der gleichen Lage, steht als Einzelwesen einer Kollektivitaet von toten und lebendigen Dingen gegenueber, die sich zu immer wieder anderen Erscheinungsbildern und Forderungen zusammentun. Der eine Faktor des Zwiespalts bleibt immer der gleiche, ist das entscheidungsfaehige Ich, der andere Faktor aendert sich mit der Lage der Dinge. In diesem Hin und Her des Gegenfaktors zu uns selbst suchen wir nach Ruhe, Gleichmass, Bestaendigkeit. Wir finden sie in Wiederholung von Dingen und erhalten dadurch Merkpunkte fuer das Verfolgen der Kausalitaet in der Entwicklung. Man verfolgt wiederholt dieselben Interessen, gruendet ein Heim, behaelt einen bestimmten Beruf bei, braucht also nicht taeglich sich neu orientieren, den Wohnort oder die Dinge seiner Wohnung wechseln, eine neue Fertigkeit lernen. Tritt man dann veraendert vor die gleiche Sache so erkennt man seine Aenderung Der Buerger haelt sich bestimmte Familienbeziehungen, um mit bestimmten Menschen den Fortschritt der aussen sich aendernden Dinge durchzusprechen.
Egozentrisch gesehen erscheinen die Dinge so in Ordnung, mit der Wahl nach ihrer Eignung und dem Behalten nach persoenlicher Feude scheint genug getan. Jedes Ego hat sein Imperium, jedes Ich seine Befehlsgewalt. Aber auch der Egoismus kann krank sein, zu genuegsam gegenueber der von aussen moeglichen lebendigen Erneuerung, man sperrt sich gegen Aenderungen ab wenn man sich nicht mehr zutraut, sie zu bewaeltigen. Nicht nur die Menschen sondern sogar die Dinge, mit denen wir umgehen, haben ihre Eigenwilligkeit und wenn unser Lebensgefuehl nicht ebenso wachsam als unser Ruhebeduerfnis maechtig ist, werden wir zu ihren Sklaven. Jeder bei dem der gesunde, der dem Leben dienende Egoismus aussetzt, wird zum Sklaven der sich wiederholenden Lebensformen: des Lebens mit einem persoenlich bestimmten Mann oder einer Frau, des Angewiesenseins auf bestimmte Vorgesetzte und Untergebene oder eines bestimmten Klassentyps darin, seines Besitzes oder seiner Besitzlosigkeit, besonderer Schlemmergelueste oder bestimmter Dinge die puritanisch vom Erleben ausgeschaltet werden. Sobald ein Ich den lebendigen Kontakt mit einer Sache verloren hat, tut es diese gedankenlos weiter und stumpft dadurch ab. Sind mit der Sache Enttaeuschungen verknuepft die man sich nicht eingestehen will weil man dann einen Wechsel der Dinge wagen muesste, ist aber trotzdem der Gesundungswille stark genug, so wiederholt man in hysterischen Zwangshandlungen dieselben Formen oder Formen gleicher Bedeutung, gibt sich in Uebereifer und Gereiztheit der Taeuschung hin, dass etwas Lebendiges geschehe. Erkennt man die Enge dieser Festlegung ohne den Ausweg konkret zu erfassen oder infolge seiner Einfachheit anerkennen zu wollen, so irrt der Lebenswille in neurotische Überspannung und Ziellosigkeit hinein. Diese Zustände ergeben die mangelnde gesunde Dialektik des Lebens an der jede untergehende Kultur krankt, nichts ausser formal-hysterischer Selbstbespiegelung oder neurotischer Abweichung davon /Perversion/ wird schliesslich mehr zum Problem. Das Imperium jedes Ego läuft in sich leer, weil es sein Kapital an Erlebnisformen nicht mehr umsetzen kann, es muß sich daher nach außen wenden um Erneuerung zu suchen. Daraus erklärt sich die Notwendigkeit der Eroberung für das imperialistische Prinzip.
Man kann also jede Sache auf doppelte Art tun, lebendig /organisch/ oder tot /mechanisch/. Mechanismen haben Sinn als Sparvorrichtungen, so auch mechanische Handlungen, die den Einsatz von Kraeften gegenueber bestimmten Aufgaben ersparen, um Kraefte fuer andre uebrig zu behalten, die als wichtiger erachtet werden. Man kann Kapitalist in lebendigem Sinne sein, wenn man sein Kapital als Teil des Gesamtvermoegens betrachtet, in diesem Sinne verwaltet und nutzvoll anwendet. Die Bewusstseinsform mit der an es tut ist aber nicht gleichgueltig. Ein solcher Kapitalist uebt geissermassen in einem illegalen kommunistischen Staat einen Verwalterposten aus, muesste ihn in einem tatsaechlich konstituierten aus der Staatsoekonomie heraus erhalten. Er muss sich darueber klar werden dass die Entwicklung dahin nicht aufzuhalten geht, nur in gewaltsamere Formen, in Terror und Gegenterror, hineingedraengt werden kann, und muss fuer sich die Konsequenzen daraus ziehen. In einem Staatssystem das das Kapital an sich heiligt ist keine Garantie gegeben, dass der Besitzende seinen Besitz in diesem Sinne hinnimmt und verwendet. Es werden im Gegenteil durch das Haften an der Wiederholung bestimmter Dinge Sklaven von Geburt an erzogen, Modesklaven, Genusssklaven, Bildungssklaven, deren Leben problemlos langweilig oder symptomatisch ueberreizt ist. Man erkennt daran, dass die Tradition nicht mehr der notwendige ruhende Faktor der Entwicklung, die Kontrolle im staendigen Fortgang ist, sondern ueberfluessige Mechanisierungen enthaelt. Lehnt sich organisches Gefuehl in Form persoenlicher Anarchie dagegen auf, wie bei einem grossen Teil der Jugendbewegung oder der expressionistischen Revolution der Kuenstler, so trifft dies nicht das mechanisierende Staatssystem, sondern der Einzelne oder die Gruppe verneinen die ihnen gerade sinnenfaellige Form der Abtoetung. Weil man im Egozentrismus bleibt schafft man nur Atempausen organischen Lebens oder neurotische Umkehrungen der allgemeinen Hysterie. Diejenigen wieder, deren individuale Weltflucht in eine okkulte oder literarische Romantik fuehrt, bekaempfen mit Worten die modernen Maschinen und Einrichtungen die sie doch benutzen und nicht entbehren koennten. Sie wollen also sinnvolle und damit natuerliche Mechanismen treffen und betonen im Privatleben den Mechanismus der kapitalistischen Gesellschaft, der keine Sparvorrichtung menschlicher Lebenssystematik mehr ist wie zur Zeit der ersten Staedtegruendungen, sondern ein Raubbau an der Kapital produzierenden Klasse.
Wir sind im Dasein nicht nur mit eignen sondern ebenso mit fremden Dingen verknuepft. Gehn wir eine Ehe, eine Interessen- oder Geschaeftsverbindung ein, so fordert der Partner sein gleiches Recht und kaempft mit seinen Mitteln, bis das an den Interessen Gemeinsame gefunden und als Kollektivwille lebendig erfaßt ist. Der Egozentrismus ist in Kollektivismus uebersetzt, sobald eine fuer mehrere Einzelwesen lebendige Daseinsform aktiviert wird. Dies gilt ebenso für den Egozentrismus eines Einzelmenschen wie einer Nation. Da wir Einzelne im Staat als einer Interessen-, Geschaefts- oder Gefuehlsverbindung leben, koennen wir dem Kollektivismus nicht entgehen. Da die Faktoren des Zusammenlebens von Nationen auf der Erde nicht zu vernichten sind, muß schließlich der Kollektivismus der Nationen entstehen. Ob wir sie positiv oder negativ empfinden, wir muessen kollektive Formen mitleben, nehmen an einer Kollektivgestaltung teil und sind ihr gegenueber verantwortlich. Ueben wir einen Beruf oder eine gesellschaftliche Funktion aus, so sind wir solange an die Methoden gebunden, durch die sich dieser Beruf oder diese gesellschaftliche Stellung erhaelt, bis wir eine sinnvollere Methode gefunden haben. Der ehrlichste Kapitalist kann heute nicht im Allgemeinsinne arbeiten, wenn er nicht durch Erfindung und Patentierung eines Artikels oder durch staatliche Abmachung sich ein Monopol - wirtschaftliche Machtstellung - sichert und den gewonnenen Vorsprung an Gewinn fuer Sozialeinrichtungen verwendet. Der freie Wettbewerb ist eine sinnvolle Methode gewesen, solange genuegend Umsatzraum vorhanden war, durch Guete der Ware den Ertrag zu steigern ohne den Konkurrenten mit Vernichtung zu bedrohen. Dadurch wurde die Gesamtproduktion gehoben. Mit zunehmender Schaerfe der Konkurrenz musste aber eine skrupellosere Geschaeftsmethodik der Ueberbietung durch Tricks statt durch Guete der Ware einsetzen, oder die bessere Produktion musste durch Antreibersystem gegenueber dem Arbeiter erzielt werden. Der «freie» Wettbewerb hat so den Unternehmer in eine Zwangslage gefuehrt, der er nur dadurch entgehen kann, dass er sich ausserhalb desselben stellt. Dies ist moeglich durch Erfindungen wie durch Konzerne die eine Monopolstellung erwerben. Erfindungen koennen nur bis zu einem gewissen Grade den notwendigen Lebensbeduerfnissen entsprechen, es bleibt also ausser Luxuserfindungen nicht viel mehr uebrig, als die notwendigen Lebensbeduerfnisse selbst durch Konzerne zu erfassen. Damit ist ein Krisenpunkt erreicht, der biologisch etwa dem Moment kurz vor dem Ausschwaermen eines Bienenstocks entspricht. Die Gesetzstruktur der alten Waben ist erfuellt und ein neuer Kollektivwille beginnt zu anderen Produktionsorten hinzurreissen. In solchen geschichtlich immer wiederkehrenden Krisenpunkten hat das Verlangen nach Erneuerung durch andre Produktionsstellen und Absatzmaerkte sich mit dem imperialistischen Verlangen nach Expansion verbunden und zu Eroberungen gefuehrt. Die letzten Kriege haben aber gelehrt, dass imperialistische Kraftleistungen keine wesentlichen Maerkte mehr erschliessen. Die Aktivität, von außen schmerzvoll abgedrängt, muß sich notwendig nach innen richten, auf staatliche Neukonstruktion. Die kapitalistische Konzernierung im Grossen /auch Staatsbetriebe als Unternehmen einer bestimmten Gesellschaftsschicht rechnen hierzu/ hat zwei Fehlerquellen: die Art der Betreibung und Verwendung des Profits bleibt dem Egoismus Einzelner ueberlassen und den Arbeitern selbst fehlt durch die Beobachtung dieser Tatsache der innere Antrieb. Sie sind teilnahmslose Beamte oder muessen durch materielle Zwangsmassnahmen zur Erfuellung der alten kapitalistischen Gesetze gezwungen werden, wenn die geistigen Bestechungsmethoden versagen. Wenn, wie im Fordsystem, das Wohlbefinden des Arbeiters als noch gewinnbringender mit einkalkuliert und erreicht wird, so geht dies nur solange es sich um ein vereinzeltes Unternehmen unter besonders guenstigen Bedingungen - also Monopolstellung - handelt. Bei Verallgemeinerung muss nach hergestelltem Ausgleich die Pressschraube von neuem angezogen werden und die Lage zum Krisenpunkt der Staatserneuerung treiben. Hat sich die Erde fuer Gewinne durch Gewalt zu klein erwiesen, so kann die Erneuerung nur durch planmaessige Verteilung der Arbeit, durch Austausch nationaler Errungenschaften und nationaler Bodenschaetze kommen und durch ein Raetesystem der Arbeitenden garantiert werden.
Wie der Kapitalist abhaengig vom Profit, ist der Leiter eines imperialistischen Staatswesens abhaengig vom Prinzip der Eroberung. Das imperialistische System muss erobern solange es noch zu erobern gibt, wie das kapitalistische System Profit suchen muss solange es noch zu verdienen gibt. Schnuert man den Lebenswillen der Menschen in nationale, dynastisch abgeleitete oder in Klassenkomplexe ein, so entstehn Verbaende einzelner Egoismen, komplexe Daseinsformen deren jede sich auf Kosten der andern auszubreiten sucht. Die Massenhinrichtungen unter Karl, Barbarossa, Napoleon sind nicht Ausdruck besonderer persoenlicher Grausamkeit, sondern notwendige Folgen des Wettbewerbs durch Eroberung. Die Waende eines solchen Systems muessen zerbrechen, sobald die Vernunft, der Egoismus der Menschheit, den zu eng gefassten Egoismus einzelner Komplexe ueberwindet. Beruht ein imperialistischer Staat auf Feudalordnung, so sucht der durch Wahl- oder Stammkaiser ausgedrueckte zentrale Wille des Staats fremdes Gebiet zu erobern, um es unter die Lehnsleute zu verteilen. Beruht der imperialistische Staat auf kapitalistischer Ordnung, so sucht der Ausschuss der Interessenkonzerne fremdes Gebiet von seinen Waren abhaengig zu machen, um den Gewinn unter seine Beamten zu verteilen. Stets wird Gewinn mit Menschenleben bezahlt und nach Abstufung der Kraft oder Schlauheit verteilt. Ein Wettbewerb ohne Kontrolle muss stets zur Anwendung von Gewalt fuehren, in Machtfragen kann Anspruch nur mit staerkeren Mitteln der gleichen Art ueberboten werden. Deshalb muss die Kontrolle von denen ausgeuebt werden die zugleich die Folgen tragen.
Es wird von den Verteidigern des alten Systems eingewandt, dass die Menschen von Natur verschieden seien und dass «Gleichmacherei» gleichbedeutend mit Verflachung sei. Betrachten wir daraufhin die Ordnung in einem primitiven Stamm oder einer Anzahl Menschen die unter primitiven Lebensverhaeltnissen etwas Gemeinsames tun wollen, so sehn wir alle Verschiedenheiten der Anlage bei einer Ungeschiedenheit an Rechten wirksam. Wer im gegebnen Augenblick eine fuehrende Idee hat, dem folgen die andern, nach der Leistung tritt er wieder in die Kollektivitaet ein und folgt dem lebendigen Fluss des Geschehens. An wen im gegebnen Augenblick eine besondere Arbeit herantritt die er bewaeltigen kann, der verrichtet sie ohne dass er dadurch verpflichtet ist, stets solche Arbeiten zu tun. Diese Ordnung laesst sich nicht erhalten, sobald in der ueberwiegenden Zahl von Einzelmenschen der Egozentrismus den Kollektivismus ueberwiegt. Der Zeitpunkt dafür muß eintreten durch beginnende Ermuedung und durch verstaerkte Anspannung des Gesamtwillens. Bei Ermuedung - Zerlegung der Kollektivität in Einzelinteressen - sondert sich eine Schicht aus, die immer mehr das Gleichmass festbestehenden Erlebniskapitals im Fortschritt sucht, die in der wechselnden Lebensproblematik den ruhenden Faktor in der Wiederholung bestimmter Dinge erhaelt. Es entsteht der Typ des Verwalters und Nutznießers, des Bewahrers von Formen und Gebraeuchen, des Erhalters der Regelmaessigkeit, in jedem Falle eine Mittelschicht die die Tradition weitertraegt, mit ihrem Ueberhandnehmen aber die Aktivitaet der ganzen Gemeinschaft lahmlegen kann.
Bei staerkeren Forderungen von aussen zuechtet sich aus innerer Anspannung ganz von selbst eine Fuehrerschicht. Dadurch entsteht ausser der Mittelschicht der langsamsten Anpassung und der Traditionsbewahrung ein oberer und ein unterer Exponent der Gesellschaft, auf denen die Anlage und zweckmaessige Gruppierung des Ganzen wie die Arbeit der Durchfuehrung ruht. Je anspannender das Verhaeltnis zwischen dem Gestaltungswillen der Kollektivitaet und der fuer die Gestaltung im realen Dasein gegebnen Bedingungen ist, umso schaerfer ist die Auswahl im Heranzuechten besonderer Fuehrerbefaehigungen, einer Klasse die um die alle Handlungen der Gemeinschaft bewegenden Absichten weiss und die Erfinderkraft auf knappste Zweckmaessigkeit darin richtet. So geschieht die Auslese der Haeuptlinge und des Kriegsadels oder des Kultadels, wenn junge Voelkerschaften auf dem Plan der Geschichte mit anderen in Wettbewerb treten, so vollzieht sich eine Auslese bei jedem Gemeinschaftsunternehmen, das mit anderen in Wettbewerb tritt. Die Grund-Dialektik /das Hin und Her der Probleme/ im persoenlichen Leben des Fuehrers bekommt damit einschneidendere Folgen fuer das Ganze, weil seine Taetigkeit mehr mit den Angelegenheiten Anderer als mit eignen verknuepft ist. Ein sich immer wiederholender dialektischer Irrtum der Fuehrerschicht hat bisher zum Niedergang jedes Gemeinschaftsunternehmens gefuehrt. Die Notwendigkeit der Disciplin im Daseinskampfe des Ganzen fordert die Erteilung der Befehlsgewalt an die Fuehrer. Der kleinste Fehler in der Selbstkontrolle laesst sofort eine Verwechslung zwischen ueberpersoenlichen und persoenlichen Rechten zu. Der Bau von Sanssouci, Friedrichs II. Voreingenommenheit fuer franzoesische Kultur, die Errichtung der Berliner Siegesallee oder Nikolaus Glaube an die goettliche Sendung Rasputins sind verhaengnisvollere Irrtuemer als die Tabakspfeife und das Bierglas des kleinen Manns. Irrtuemer des Fuehrers wären ohne negative Folgen, wenn er im Banne kritischer und im Kollektivsinne richtiger Beobachtung durch die von ihm gefuehrte Gemeinschaft bliebe. Die traditions-erhaltende Mittelschicht hingegen hat ein Interesse daran, zukuenftige Beunruhigung ihrer Lage moeglichst auszuschalten und legt die weitere Aktivitaet desjenigen, der ihre gegenwaertige Lage herbeigefuehrt hat, lahm indem sie gerade seine persoenlichen Tendenzen und Aeusserungen vergoettert. Fuer ermuedete Kollektivzustaende laesst sich der Satz aufstellen: das dem Buerger gueltige Symbol ist stets die Negation der wesentlichen Leistung des Fuehrers. Der Krueckstock und der feudale Terassenbau Friedrichs als persoenliche Extravaganzen beruhigen den der es ablehnt, das Umwaelzende an Friedrichs Staatsidee /Dienerschaft des Befehlenden/ auf sich anzuwenden. Der geniale Fuehrer schaltet deshalb seinen persoenlichen Ausdruck, durch dessen Kultivierung allein er beliebt werden kann, in seine funktionaeren Mittel ein, um dem Verlangen der Traditionsschicht nach Ruhe persoenliche Sicherheit zu geben. Dadurch ruht aber die Kontrolle auf ihm selbst und je komplizierter die Staatsmaschinerie oder die Gesamtlage fuer den Betrieb von Staatsmaschinerien ueberhaupt wird, umso naeher liegen Irrtuemer. Um nicht an eignen Formen oder am zaehen Widerstand der Traditionsmasse zu versklaven braucht der Fuehrer den Kontakt mit einem gesellschaftlichen Exponenten der die Bewegung, Durchfuehrung geschichtlicher Leistungen, anpassende und ausgleichende Arbeit ausdrueckt.
Der Staatsmann, Geschaeftsmann oder geistige Fuehrer waehlt seine exponierte Stellung und das Einhalten ihrer Konsequenzen, es bleibt ihm auf vererbtem Posten wenigstens die fuer das ganze verhaengnisvolle Freiheit, sich den erwachsenden Verpflichtungen zu ueberpersoenlicher Leistung zu entziehen. Diese Freiheit besteht nicht fuer den unteren Exponenten der Gesellschaft. Die Schicht der Arbeitenden ist zwangslaeufig mit fremden Dingen verknuepft, sie produziert die Ueberschuesse an unmittelbarer Leistung, von denen das Ganze lebt. Der einzelne Arbeiter kann im gegebnen System langsam aufruecken durch persoenliche Umgehung des fuer seine Schicht bestehenden Allgemeinzwangs zum Nutzniesser und Antreiber, im demokratischen Kompromissstaate auch zum Fuehrer werden. Es koennte ihm sogar gelingen, als Einzelner eine Aktion gegen ein herrschendes System zu entfesseln, da er seine Folgewirkung in der unteren Schicht kennt und durch seine Fuehrerbegabung den Zuendstoff zur Explosion abgeben kann. So wartete zur Zeit der Reformation die Masse der Bauern und Kleinbuerger auf die politische Konsequenz Luthers, als er sich mit der Begruendung einer dynastisch gestuetzten kirchlichen Demokratie begnuegte. Der emporgekommene Fuehrer kaempft aber stets allein gegen ein eingesessenes System und seine alles einbegreifenden dialektischen Vorurteile, muss sich mit Teilerfolgen begnuegen /Lincoln/ oder wird selbst zur Kompromissfigur /Ebert/. Er kann guenstigstenfalls die geschichtliche Konsequenz hinauszoegern, bis die Schicht seiner Herkunft sich ihrer aktiven Aufgabe bewusst wird. Diese besteht darin, dass von ihr die Umschichtung ausgehen muss wenn ein Kollektivsystem sich an Egoismen und ihren weiterwirkenden Irrtuemern verbraucht hat. Im Sklaven wider Willen stellt sich die Dialektik des Lebens am Haertesten und Unmittelbarsten auf. Gibt er, von keinem Ehrgeiz dazu getrieben, seine Kraft an ueberpersoenliche Dinge aus ohne persoenlich zu erleben, wofuer er es tut, so muss der gesunde Egoismus revoltieren. So wird die Schicht, die die Folgen der Zielstellungen Anderer traegt, zum Korrektor der Lebensformen. Ihr Denken schult sich durch die logische Kausalitaet bestimmter Einschraenkungen, ihr Wille wird durch Versagen menschlicher Notwendigkeiten geweckt und da es sich um Gemeinsamkeit der Not handelt wird sie zum Schooss kollektiver Erneuerung. Deshalb kann die geschichtlich-biologische Umwaelzung nur Massenaktion sein.
Imperialismus ist der auf ein Staatssystem uebertragne Egozentrismus. Die Konsequenzen bestehn ebenso fuer die Lebensaktion eines Einzelnen wie fuer eine Gruppe von Einzelwesen. Der Einzelmensch als Zellenstaat ist ein Bild des Ganzen: Befehlsschicht ist Nerven- und Gehirnmasse, Erhalter- und Nutzniesserschicht ist das Zellgewebe, Arbeitsschicht sind Blut und Saefte. In der Kausalitaet geschichtlicher Vorgaenge des Menschen wie des Staates ist jede Fruehzeit vom Feudalismus, jede Spaetzeit vom Kapitalismus beherrscht und die Forderungen eines Kriegs- oder Arbeitsproletariats treiben zu erneuernden Krisen. Wird eine Aktion ausgeloest, so reisst die Befehlsschicht zur neuen Zielstellung, die diktatorische Gewalt eines Feudalismus von Begriffen und Vorstellungen gibt dem Ganzen Richtung und Plan. Hat der Vorgang die geschichtliche Kulmination ueberschritten, so fordert das Festigungsbeduerfnis des biologischen Kapitalismus in der Zellstruktur ihr Recht der Stabilisierung, die Nutzniessung einer erreichten Position. An den Funktionen des Bluts und der Saefte, des Proletariats, zeigt sich aber die biologische Richtigkeit oder Unrichtigkeit der ganzen Handlung. Sie tragen die Konsequenzen und aus ihnen steigen die Forderungen nicht einzelner Beduerfnisse sondern des kollektiven Ganzen auf. Saefte und Blut produzieren die Ueberschuesse, die ebenso Erhalter- und Fuehrerzellen naehren und umwandeln. Deshalb hat die revolutionaere Bewegung der Neuzeit instinktiv die Farbe des Bluts gewaehlt, als Ausdruck ihres Kampfes gegen ideologische Weltfremdheit und neurotisch irrenden Ehrgeiz verbrauchter Feudalisten wie gegen hysterische Lebensformen der an sinnlose Mechanisierungen sich klammernden Kapitalisten. Im Kommunismus ist die Massenaktion erwacht, die aus lebenskraeftigem Flusse heraus Fuehrer zu anderen Zielen wie Verwalter anderer Lebenszellen bestimmt und die lebendige Kontrolle aller Funktionen des Menschheitsganzen verlangt.
Die kommende Erneuerung rechnet mit anderen Bedingungen als sie fuer die geschichtlichen Krisen des Altertums bestanden. In Babylon, Assyrien, Aegypten, Indien, China, Griechenland, Rom hat sich vollzogen was sich zuletzt in den Staatengruendungen der Voelkerwanderung und des spaeteren europaeischen Ostens wiederholt hat: der Kollektivwille junger Voelker warf sich auf Kulturen schwaecherer Feudalordnung oder bereits kapitalistischer Stagnierung, bewies dadurch die Urspruenglichkeit seines Daseinsrechts. Das Volk war «blutsmäßig» stärker. Die Ueberwundnen wurden zu Leibeigenen, hatten «niedere» Arbeiten zu verrichten, waehrend die Sieger Fuehrung und Organisierung in Haenden behielten. So war also auch dem Kriegerproletariat des siegenden Volks eine gewisse Fuehrer- oder Geniesserstelle gesichert und durch die Aussicht auf diesen Gewinn konnte sich der Imperialismus erhalten. Auch Napoleon wusste geschickt mit diesem Ehrgeiz zu rechnen und betrog dadurch das franzoesische Volk um das Erbe seiner Revolution. So hatte sich noch 1914 die Ideologie vieler Gymnasiasten den Einmarsch in Belgien vorgestellt, ohne durch Maschinengewehre belehrt zu werden, dass die bisherigen Belehrer auf Bestellung alte Bilder fuer Gegenwart und Zukunft verausgabt hatten. Jetzt wendet sich das schlechte Führergewissen der Verführten gegen die aus dem Blut aufsteigende Konsequenz.
Das Verfahren feudalen Gruendersystems auf Kosten andrer Nationen ist heute weder in Europa noch in den Kolonien mit dauerndem Erfolg anwendbar. Der europaeische Kapitalismus - zuerst notwendige Basis wirtschaftlichen Ausgleichs, friedlichen Gewinns und dadurch des Austauschs von Kulturguetern - ist die Schlinge in der sich das imperialistische System faengt und abwuergt. Der imperialistische Machtanspruch durch Gewalt erweist sich als unrentabel, da die Verluste des Siegers heute kaum geringer sind als die des Besiegten, die Daseinsbedingungen der arbeitenden Klasse verschaerfen sich mit Beibehaltung des kapitalistischen Systems immer mehr und ueberall gleichmaessig. Dadurch werden die Arbeitenden aller Laender zum wirtschaftlich-kausalen Denken erzogen und geben dem Willen des unteren Exponenten der Gesellschaft Wucht und Richtung. Die Sklavenaufstaende des Altertums konnten niedergeschlagen werden, da sie als Massenaktionen nicht umfassend genug oder in der Richtung ihres Angriffs nicht uebersichtlich genug geleitet waren. Nur die Militaerrevolte germanischer Soeldner in roemischen Diensten konnte in Zusammenhang mit der Voelkerwanderung den Zusammenbruch des roemischen Imperiums bewirken. Sie fuehrte aber letzten Endes zur Gruendung neuer Feudalstaaten. Auch die seelische Sklavenrevolte, das Christentum, wurde von antiken Philosophen und Staatsmaennern im geistigen Feudalsystem einer Kirchengruendung aufgefangen, die im Papsttum die imperialistische Konsequenz zog, die weltlichen Staaten erst zu bekaempfen solange es ging und sie dann transcendental zu sichern. So mussten die europaeischen Bauernkriege stets von den vereinigten Imperialismen niedergemacht werden - in Parallele zum jetzigen Voelkerbund der das Proletariat abzuwuergen strebt - und auch der Protestantismus begriff nicht die Sendung des Urchristentums sondern entwickelte sich zur nordeuropaeischen Form imperialistischer Metaphysik.
Wir stehn vor Massenaktionen die eine grundsaetzliche Aenderung des bisherigen Lebenssystems der Staaten bringen. Die Krise bleibt akut und muss zu Katastrophen fuehren, weil der Glaube an das alte Lebenssystem zu fest eingesessen ist, das System aber die arbeitenden Massen zur Revolte führen muß. Das Wesentliche am Neuen ist die Verneinung imperialistischer Methoden und die Formung staatlichen Lebens aus dem Kollektivwillen der ganzen Menschheit heraus. Der gesunde Instinkt wehrt sich, die Regelung der allen Menschen gemeinsamen Fragen noch laenger den Zankapfel nationaler Egoismen bleiben zu lassen, wenn die Wahrung egoistischer Allueren so teuer erkauft werden soll. Kinder haben sich ihr Leben lang um eine Sache geschlagen und erkennen zum ersten Mal es sei moeglich dass dies Ding allen gehoere, aber die Spannung falsch geleiteten Ehrgeizes hetzt zu neuen Anspruechen auf Vorherrschaft. Der Faschismus ist ehrlich, will die geschlagnen Glieder mit blutleerem Angriffsgeist zusammenreissen. Die Demokratie ist faul und gedankenlos und ruht im Augenblick ohne den naechsten zu bedenken, muss aber dadurch das unhaltbare kapitalistische System bestaetigen. Die diplomatische Routine imperialistischer Staatsfuehrung, von ihrem System versklavt, getrieben durch Konzerne und die von wenigen Punkten der Erde aus geleiteten Finanzbedingungen, kann Buendnissen, d. h. neuen Kriegsabmachungen, nicht entgehen. Die Schauplaetze der Kaempfe werden da sein, von wo die Spaetformen des Imperialismus am staerksten sich bedroht fuehlen: Russland, China und dadurch weckt Europa die Massen Asiens wie Rom die Massen Nordeuropas weckte. Diese Krankheitszellen neurotischer Missleitungen im Staatenkoerper Europas koennen allein durch das gesunde Misstrauen proletarischer Kontrolle unschaedlich gemacht werden. Kein Einzelterror, sondern Massenaktionen koennen Aenderung bringen, da es sich um Systeme und nicht um Persoenlichkeiten handelt. Auch die kommende Gemeinschaftsform wird die Auslese einer Fuehrerschaft bewirken. Das Wesentliche an der kommunistischen Neuordnung ist aber, dass der Fuehrer nie seine kollektive Aufgabe vergisst und durch ein Raetesystem kontrolliert wird, sofort also von den Folgewirkungen seiner Entscheidungen unterrichtet und der Gemeinschaft gegenüber verantwortlich ist. Der historische Materialismus der nicht Natur und Mensch gegenueberstellt, sondern die Geschichte der Menschheit der Naturkausalitaet eingliedert, kennt keinen «Geistesadel». Dass in der Konsequenz hiervon alle materiellen Vorzugsrechte wegfallen muessen, ist der Grund der Angriffe aller feudalen oder kapitalistischen Intellektuellen. Hier muss jeder die klare Scheidung in sich vollziehen und sich bewusst sein, dass die natuerliche Reaktion des Blutes auf unnatuerliche organische Zustaende, die durch das angenommene Diktat einer geistigen «Uebernatur» geheiligt werden sollen, nicht ausbleiben kann."

[1] Erstveröffentlichung in: Der Sturm / Herwarth Walden (Hrsg.). Berlin. - 17. Jg., (Oktober) 1926, H. 7, S. 108-112; 17. Jg., (November) 1926, H. 8, S. 124-128.