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Catalogus
  • © Erbengemeinschaft Hannah Höch
    • Hannah Höch (1889 - 1978)

  • TitleCatalogusAusschnitt eines Katalogtextes von Hannah Höch aus dem Katalog Galerie De Bron und eine Liste von Werken Hannah Höchs mit Preisangaben.
  • Date1929
  • CategoryCollage
  • ClassificationNotiz
  • MaterialKarton, Papier, gedruckt, maschinengeschrieben, geklebt, gefaltet
  • InscriptionHandschriftliche Anmerkungen von Hannah Höch: "Haag / 27-29? / oder war das die Ausstellung bei van Lier, Amsterdam. (Weil Nr. 1 das Selbstportrait ist - dass ich für van Lier gemacht hatte."
  • FondsNachlass Hannah Höch
  • Inventory NumberBG-HHC H 1763/79
  • Other NumberBG-HHE II 29.39
  • CreditlineErworben aus Mitteln des Senators für Kulturelle Angelegenheiten, Berlin, 1979
  • On DisplayNo
Transcription / Description
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Übersetzung aus dem Holländischen:

"Ich möchte die festen Grenzen auswischen, die wir Menschen mit einer eigensinnigen Sicherheit um alles, was in unseren Bereich kam, gezogen haben. Ich male, um diesem Wunsch Form zu geben und um ihn anschaulich zu machen. Ich will aufzeigen, daß klein auch groß sein kann und groß auch klein ist; allein der Standpunkt, von dem wir bei unserem Urteil ausgehen, muß anders gewählt werden ... und sofort verliert jeder Begriff seine Gültigkeit und all unsere menschlichen Gesetze verlieren ihre Gültigkeit. Ich würde heute die Welt aus der Sicht einer Ameise wiedergeben und morgen so, wie der Mond sie vielleicht sieht.
Natürlich darf das ästhetische Element in einem Kunstwerk nicht um der Idee, der Phantasie oder des Gegenstandes willen vernachlässigt werden. Es geht immer darum, das organische, selbständige Leben eines Werkes zu schaffen, Form und Farben zur Harmonie zu bringen. Je mehr Lebendigkeit, je stärkere Intuition und tiefere Einfühlung dem Kunstwerk zu Grunde liegen, desto stärker wird es zu uns sprechen, unabhängig davon, zu welcher Zeit oder zu welchem «ismus» es gehört.
Wir müssen uns ohne Voreingenommenheit dem Kunstwerk gegenüberstellen, d. h. ein zu bequemes, nämlich ohne eigenes Nachdenken übernommenes Verhalten gegenüber Kunst im allgemeinen gründlich revidieren (da sonst jedes Vorstellungsvermögen untergraben wird), auf daß Platz geschaffen wird für dasjenige, was die Künstler unserer Zeit wollen, für die
KUNST UNSERER ZEIT."