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Brief und Briefumschlag von Raoul Hausmann an Elfriede Hausmann. [Bockel/ Westfalen]
  • Repro: Anja Elisabeth Witte
    • Raoul Hausmann (1886 - 1971)

  • TitelBrief und Briefumschlag von Raoul Hausmann an Elfriede Hausmann. [Bockel/ Westfalen]
  • Datierung28.11.1916
  • GattungKorrespondenz
  • SystematikBrief
  • MaterialPapier, handgeschrieben, Tinte
  • Umfang1 Blatt, 1 Umschlag
  • KonvolutTeilnachlass Raoul Hausmann
  • InventarnummerBG-RHA 40
  • CreditlineErworben aus Mitteln der Senatsverwaltung für Kulturelle Angelegenheiten, Berlin, und Spendenmitteln, 1991
  • AusgestelltNein
Transkription / Beschreibung
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»28. 11.16
Liebe, wie mir gewiss ist, geht das mit der Post elend langsam. Hast Du meinen Brief vom Sonnabend überhaupt erhalten? Ich hatte rechts ein Gerstenkorn, sehr unangenehm, mehr als das erstemal. Aber jetzt ist es vorbei. Ich schrieb deshalb wenig. Was Du mir über Heckel sagst, wird wohl richtig sein. Es ist überhaupt etwas elendes um die Menschen - die König ist auch nischt - wahrhaftigen Gott nich, heute mittag wurde sie patriotisch frech, Friedlaender hat geholfen, die Sache ins Scherzhafte zu drehn - sonst wär's nicht gegangen. Er meint aber auch - sie ist halt ne Reiche - na ja. Ich habe ihn eigentlich recht gern. Morgen, Mittwoch wollen wir nach Essen fahren, Ernst Markus besuchen, ich bin Friedlaenders Gast! - Ich werde unbedingt noch in dieser Woche nach Hause kommen - Die ist doch nur n Blender! Mit einem Wort: Sie ist wirklich Christin und panscht in Duldung (und Neugier.) Hoffnungslos. Sie hält auch sehr Distance wenns drauf ankommt. Ich „brüllte" immer so herum das gäbs bei IHR nicht das könnte SIE garnicht haben - hat mich jemand brüllen hören? Ich schimpfte heute wegen der geplanten „Verminderung von Schnellzügen zur Personenbeförderung und Vereinfachung der Wagenklassen" ja aber sie drehts darauf raus als machte ich schon Revolution vor Ihren Leuten (fällt mir nicht ein) und dann „hält sie das Schimpfen darüber für Kraftvergeudung und zwecklos". Sie hat auch „das Bedürfnis" Sonntag in die Kirche zu gehn -Ich hab Dich lieb, grüsse Dich wollte einen andern Brief schreiben na auf Wiedersehn. R«