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Brief von Raoul Hausmann an Hedwig Mankiewitz. Berlin
  • Repro: Anja Elisabeth Witte
    • Raoul Hausmann (1886 - 1971)

  • TitleBrief von Raoul Hausmann an Hedwig Mankiewitz. BerlinBeiliegend Visitenkarte "Hedwig Mankiewitz"
  • Date1922
  • CategoryKorrespondenz
  • ClassificationBrief
  • MaterialPapier, handgeschrieben, Bleistift
  • Amount2
  • FondsTeilnachlass Raoul Hausmann
  • Inventory NumberBG-RHA 277
  • CreditlineErworben aus Mitteln der Senatsverwaltung für Kulturelle Angelegenheiten, Berlin, und Spendenmitteln, 1991
  • On DisplayNo
Transcription / Description
Additional Reproductions

»Für HEA
Du Liebe, Schöne, wenn Du kommst, brennt der Ofen hoffentlich ordentlich. Sehr rein machen konnte ich das Atelier nicht mehr, leider Du, male ein bischen, bis ich zurück bin, ja? Etwa um 12 oder 1/2 1 kann ich wieder hier sein.
Liebstes, eine Frage:
Könnte nicht das „Licht" als Wellenenemanation elektrischer Art doch an sich „lichtlos", also electromagnetochemisch specialisierte Energie sein, die nicht nur von unserem, sondern von jedem Auge als Farbe wahrgenommen wird?
Genau: Licht ist organisierte Materienbewegung oder eine ihrer Begleiterscheinungen und wird als solches nur von „Organen" (Augen) als Licht oder, für uns, als Farbe erkannt. (Wogegen vielleicht das „leuchten" der Sterne spricht)
Immerhin doch zu überlegen.
Hast Du schön geschlafen? Bist Du wieder ganz schön ruhig?
Auf Wiedersehn Meine! R [Lippen-Skizze]«

In dem zusammengefalteten Brief:
Visitenkarte »Hedwig Mankiewitz«
Auf der Rückseite: handgeschriebene Notiz von Hedwig Mankiewitz, Bleistift [Vermutlich Berlin, vermutlich 1922]
»solange man im Licht ist, sieht man nur sich und die Welt ist dunkel, nur aus der Finsternis kann man die Welt klar sehen«