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Briefkarte mit Briefkopf "Architekt Baader" von Johannes Baader an Elfriede Hausmann. [Berlin]
  • Repro: Anja Elisabeth Witte
    • Johannes Baader (1875 - 1955)

  • TitleBriefkarte mit Briefkopf "Architekt Baader" von Johannes Baader an Elfriede Hausmann. [Berlin]
  • Date15.08.1918
  • CategoryKorrespondenz
  • ClassificationBriefkarte
  • MaterialPapier, handgeschrieben, Tinte
  • Amount1
  • FondsTeilnachlass Raoul Hausmann
  • Inventory NumberBG-RHA 428
  • CreditlineErworben aus Mitteln der Senatsverwaltung für Kulturelle Angelegenheiten, Berlin, und Spendenmitteln, 1991
  • On DisplayNo
Transcription / Description
Additional Reproductions

»15.VIII.18
Nimm vielen Dank für Deinen Brief vom Mittwoch der vergangenen Woche. Ich erhielt ihn Sonntag abend in Glindow und halte und behalte ihn als einen wertvollen Besitz, über den ich mich sehr herzlich freue. Die Zeilen, die ich an H. schrieb, hast Du wohl indessen von R. bekommen. Wo die beiden jetzt sind, weiß ich noch nicht; vermutlich ist aber die Post heute früh in Glindow. Ich bin schon um 3/4 7 dort fortgefahren heute, brachte Frau Moll für annähernd 100 Mark Obst (in einer großen Kiepe) und habe dann mit ihr gefrühstückt. Den Rest Pflaumen bekamen Ruests. Uebringens ein Einschreibbrief, der gestern früh für R. in Glindow ankam, ist aus Versehen wieder zurückgegangen; schreib dies doch, bitte, Raoul, wenn Du schon weißt, wo er ist. Der Absender des Briefs ist mir leider nicht bekannt geworden. - (Noch ein Äußerliches: Euren Zucker werde ich noch heute besorgen und Euch, wie Raoul bat, unter „Nachnahme", der Sicherheit wegen, zusenden.) - Jetzt sitze ich in der Laubacher Straße beim Kaffee und überlege mir das Programm für eine „Dadaistische Nacht", zu der ich in etwa 14 Tagen nach Plessow einzuladen gedenke." (Der Garten ist in Plessow; Wohnung und Adresse ist: Glindow.) - Ruest gab mir vorhin auf Grund eines Briefes, den Raoul ihm zur Verfügung gestellt hatte, eine aus den Schriftzeichen gelesene, verblüffend zutreffende Schilderung von H., eine Schilderung, die sich fast bis auf die letzte Kleinigkeit mit dem Bild, das mir jetzt selber feststeht, deckte. Nach unserem vergeblichen Sonntagsbesuch in B.16 schrieb ich an Raoul: vielleicht haben wir doch an diesem Tag das Fest der Befreiung gefeiert. Du gebrauchtest diesen Ausdruck in Deinem schönen Brief an R., ich wiederholte ihn in den mehrfach erwähnten Zeilen an H., und Raoul hat mir zwei Tage darauf bestätigt, daß dem wirklich so sei. - Verbundensein in Freiheit, das ist was wir alle wünschen.
Herzlichst
B.
Auch recht schönen Gruß an Vera, und die
Gnädigste, Madame Heckel! Nochmals. Der Deine.«