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Brief von Raoul Hausmann an Ernst Fuhrmann. Jershöft
  • Repro: Anja Elisabeth Witte
    • Raoul Hausmann (1886 - 1971)

  • TitleBrief von Raoul Hausmann an Ernst Fuhrmann. Jershöft
  • Date31.07.1931
  • CategoryKorrespondenz
  • ClassificationBrief
  • MaterialPapier, maschinengeschrieben, Durchschlag
  • Amount1 Blatt
  • FondsTeilnachlass Raoul Hausmann
  • Inventory NumberBG-RHA 639
  • CreditlineErworben aus Mitteln der Senatsverwaltung für Kulturelle Angelegenheiten, Berlin, und Spendenmitteln, 1991
  • On DisplayNo
Transcription / Description

»Raoul Hausmann z.Z. Jershöft in Pommern, Kreis Schlawe

den 31.7.31

Sehr geehrter Herr Fuhrmann,
selbstverständig behalte ich das mir übersandte Buch „Der Geächtete'". Es ist wie jedes Ihrer Bücher, bedeutend und bedeutungsvoll. Nur hätte ich es nie einen Roman genannt, wenn es auch kein Roman ist. Dieser bio-morphologische Ablauf kann nicht mehr mit Begriffen gedeckt werden, die schliesslich aus der Unterhaltungsliteratur stammen. - Ich bitte Sie, mir die Minussinischen Heldenlieder zu übersenden, und sofort nach Erhalt überweise ich Ihnen dann per Postanweisung den Gesamtbetrag, den ich Ihnen schulde. - Zu dem Buch Germanen möchte ich übrigens noch bemerken, dass Sie das Wort Fur als männlich bezeichnen. Demgegenüber möchte ich Sie darauf aufmerksam machen, dass in ganz Oesterreich das volktümliche Wort für den weiblichen Geschlechtsteil: die Fut heisst. Ich leugne nicht, das es über fucht, feucht hergeleitet sein kann, aber die Stämme liegen manchesmal so nah beieinander (und wenn man an das ursprüngliche Symbol Dreieck oder Rhomboid mit Punkt in der Mitte denkt besonders) dass der Vergleich mit einer Gabel oder einem Baum nicht sehr entfernt ist. Mit den besten Grüssen Ihr sehr ergebener«