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Brief von Raoul Hausmann an Bruno Schultz / Verlag Robert & Bruno Schultz, Das Deutsche Lichtbild. Berlin
  • Repro: Anja Elisabeth Witte
    • Raoul Hausmann (1886 - 1971)

  • TitleBrief von Raoul Hausmann an Bruno Schultz / Verlag Robert & Bruno Schultz, Das Deutsche Lichtbild. Berlin
  • Date03.05.1932
  • CategoryKorrespondenz
  • ClassificationBrief
  • MaterialPapier, maschinengeschrieben, Durchschlag
  • Amount1 Blatt
  • FondsTeilnachlass Raoul Hausmann
  • Inventory NumberBG-RHA 784
  • CreditlineErworben aus Mitteln der Senatsverwaltung für Kulturelle Angelegenheiten, Berlin, und Spendenmitteln, 1991
  • On DisplayNo
Transcription / Description

»Raoul Hausmann Berlin-Charlottenburg 4, Kaiser Friedrichstr. 52. den 3. V. 1932

Lieber Herr Schultz
ich möchte Sie bitten, mich, wenn es Ihnen recht ist, am nächsten Freitag, oder wenn das nicht geht, Dienstag Abend zum Tee zu besuchen. Auch Ihre Frau Gemahlin ist eingeladen. Zuvor aber möchte ich Ihnen noch eine Nr. der Zeitschrift „Gegner" mit der Bitte um Kenntnisnahme meines darin abgedruckten Artikels zusenden. Beachten Sie bitte, dass ich darin Gedanken äussere, wie Fank im „Deutschen Lichtbild", unabhängig von ihm, denn mein Artikel war Mai 31 geschrieben. Ferner beachten Sie bitte, dass ich die Idee entwickele, dass Kunst und Technik, das gestaltete Sehen überhaupt, ein wichtiges Selbsterziehungsmittel des Menschen sind. Diesen Gedanken veröffentlichte ich erstmalig 1922, bis ihn im Dezember 31 Moholy in einem Vortrag aufgriff. Ich erwähne das nur, weil Sie einige Fotos von mir mit den Worten „Das ist Moholy" beiseite legten, als ich sie Ihnen zeigte. Ohne Moholy nahe treten zu wollen, muss ich doch erklären, dass meine fotografischen Erfindungen älter sind, als seine. Ich will hier nicht querulieren, aber, dass meine Arbeiten unbekannt sind, während andere mit Dingen, die mindestens nicht selbständiger sind, Erfolg haben, das ist mein persönliches Pech, das mich seit Jahrzehnten verfolgt. Na, ich hoffe, das „Deutsche Lichtbild" wird mir auf meinem Weg eine Hilfe sein.
Mit besten Grössen«