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Brief von Hedwig Hausmann an Elfriede Hausmann. [Limoges]
  • Repro: Anja Elisabeth Witte
    • Hedwig Hausmann (1893 - 1974)

  • TitleBrief von Hedwig Hausmann an Elfriede Hausmann. [Limoges]Mit handschriftlichen Zusatz von Raoul Hausmann
  • Datenach 13.08.1945
  • CategoryKorrespondenz
  • ClassificationBrief
  • MaterialPapier, handgeschrieben, Bleistift
  • Amount1 Blatt
  • FondsTeilnachlass Raoul Hausmann
  • Inventory NumberBG-RHA 140
  • CreditlineErworben aus Mitteln der Senatsverwaltung für Kulturelle Angelegenheiten, Berlin, und Spendenmitteln, 1991
  • On DisplayNo
Transcription / Description
Additional Reproductions

"Dein Schreiben vo. Ea 13.8.1945 ist so beschaffen, dass man eigentlich nur so darauf antworten könnte: Der grosse Magier legt sich die Tomate auf seine Stirn. Leider aber scheinst Du nicht einmal zu wissen wann die Tomanten reifen. Ganz abgesehen davon, dass Du mir garkeinen Platz einräumen kannst , ist eine Gesellschaft etwas anders als Du glaubst. Mit Deiner willkürlichen und altmodischen Auffassung hast Du die ganze Angelegenheit von vorn herein auf die Dschinnebene geschoben. Beweis: der Brief, dessen Inhalt Du mir nicht mitteilst. Dass der [gestrichen] Welcher Augenblick gekommen ist, weiss ich mindestens so gut wie Du, ich möchte Dir nur zu bedenken geben, dass man nur aus ihm heraus handeln kann, nicht aber ihn zu radikalisieren und brutalisieren hat, wie Du das tust. Weitere Ratschläge möchte ich Dir nicht geben, da Du sie ja erstens misachten und zweitens missverstehen würdest. Ich lehne Deine geradezu als Sekunden- und Minuten-Gebundenheit bez. Einstellung ab."

Handschriftlicher Zusatz von Raoul Hausmann:
"Lehrsatz: Je schmaler bei gleicher Energie die Angriffsfläche, desto stärker die Umwandlung. (Er hat gesagt, sie hat gesagt, - das sind schon dicke Berthas; es heisst aber: sei klug wie dei Schlangen und sanft wie die Tauben. Deine Uhr ging mal wieder 12 Studnen vor sich selbst nach.)"