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Der Einzige [ab Nr. 12 Untertitel: Mitteilungen der Gesellschaft für individualistische Kultur (Stimerbund)] Hg. Anselm Ruest und Mynona.
    • Anselm Ruest (1878 - 1943)

  • TitleDer Einzige [ab Nr. 12 Untertitel: Mitteilungen der Gesellschaft für individualistische Kultur (Stimerbund)] Hg. Anselm Ruest und Mynona.Berlin: Verlag Der Einzige
  • CategoryArchivalien-Konvolut
  • FondsNachlass Hannah Höch
  • On DisplayNo
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Der Einzige erschien von 1919 bis 1925. Herausgeber waren Anselm Ruest, der zehn Jahre zuvor Mitbegründer und Theaterreferent der Aktion gewesen war, und Salomo Friedlaender (Mynona), letzterer jedoch nur bis 1921. Die ersten 28 Nummern (darunter Doppelnummern) sind wie die Aktion zweispaltig gedruckt; auch die Formate entsprechen sich. Der Einzige ist eine philosophisch-literarische Zeitschrift, die Bakunins Anarchismus und Stirners Individualismus kämpferisch vertrat. Zuerst war Der Einzige Organ der Gesellschaft für individualistische Kultur (Stirnerbund), später trug die Zeitschrift den Untertitel Organ des Individualistenbundes. Ruest schrieb philosophische Aufsätze zu Fragen der menschlichen Persönlichkeit; Mynonas Mitherausgeberschaft bestand vor allem in der Redaktion des Beiblattes des ersten Jahrganges, dessen satirischer Nebentitel sich von Nummer zu Nummer änderte. Dieses Beiblatt enthielt literarische, meist groteske, dadaistisch anmutende Beiträge. Der Einzige stand Dada Berlin positiv gegenüber. Die Zeitschrift enthielt u. a. Beiträge von Raoul Hausmann, Walter Mehring, Mynona, Paul Scheerbart, Fritz Stern, Ludwig Hilberseimer und Arthur Kahane.
Vgl.: Dietzel / Hügel; Raabe; Der Einzige (Reprint) - 1. Jg. und Folge I-III, 1919-1925 -. München, 1980.

1919 erschienen vom 19. Januar bis 1. November insgesamt 28 Nummern, darunter auch Doppelnummern; jede Nummer mit einem von Mynona redigierten Beiblatt mit satirischem Titel. An Stelle der Zeitschrift erschienen 1920 drei Einzelschriften für die Mitglieder des Vereins Der Einzige. Von 1921 bis 1925 wurde die Zeitschrift in kleinerem Format als Organ des Individualistenbundes fortgeführt. Die Zeitschrift Der Einzige vertrat einen Individualismus Stirnerscher Prägung und nahm eine positive Haltung zum Berliner Dadaismus ein.
„Der Einzige [...] vertraut nur auf sich. Er steht auf streng individualistischem Boden, und kämpft gegen jede Massensuggestion und Massenpsychose. Er ist der Ansicht, daß die Rettung aus verwirrter Gegenwart in klarere Zukunft nur wieder im Appell an das Ich, durch Zurückgehen auf Individualisten wie Stirner und Nietzsche zu finden sei, deren Ideen er vor allen übrigen entwickeln und weiter ausbauen wird. Konsequent wird er jeden eigenen Gedanken begrüßen, jedem ehrlichen Zu-sich-selbst-Bekenntnis akklamieren, Schlagworte des Marktes in ihre Bestandteile auflösen, rasches Wirken auf Kosten der Wahrheit verschmähen, reinen Bluff als das Radikal-Böse werten.“
[Editorische Notiz, abgedruckt auf der Rückseite jedes Heftes.]