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Der Parthenon
  • © Berlinische Galerie / Wolfgang Wittrock
  • Repro: Berlinische Galerie
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PARTHENON
DER PARTHENON

Adresse: BERLIN, Preussen/Provinz Brandenburg (Berlin), Albrechtstrasse 103; Zweigstellen: Kurfürstendamm 231; Meinekestrasse 1
Inhaber: Anna Kahn-Zimmermann
Bestand: 1921-(1930)
Charakteristik: Kunsthandlung
„Der Parthenon. Ausstellung für bildende Kunst. Berlin.- Tempelhof. Albrechtstraße 103. Gemälde, Graphik, Plastik“ (Anzeige in: Der Kunstwanderer. 2. Dezemberheft 1921, S. 187; „Der Parthenon. Gemälde, Kunstgewerbe. Berlin W 50, Kurfürstendamm Nr. 231; Graphische Ausstellung. Berlin W 15, Meineckestraße Nr. 1“ (Anzeige in: Der Kunstwanderer. 1. Oktoberheft 1922, S. 67); „Der Parthenon. Gemälde. Kurfürstendamm 231; Graphik. Meineckestraße 1“ (Anzeige in: Der Kunstwanderer. 2. Januarheft 1923, S. 235); „Moderne Kunst: Gemälde, Graphik, Kunstgewerbe, Sammler-Graphik. Alte Kunst.“ (Dressler 1923)

Ausstellungen:
1921: „Künstlergruppe Süd-West“ (Malerei, Graphik, Plastik und Werkkunst von u. a. Max Lefeber, Hermann Nonnenmacher, Fritz Pirner, Wilhelm Posorek, Fritz Tennigkeit, Eugen Wagner), Max Malitz, D. Oler; Gemälde und Graphik von u. a. Wilhelm Blanke, Friedrich Franz Brockmüller, Albert Jahn[-Heiligenstadt], Max Lefeber, Nunberg [in der Verlagsanzeige wird er L. Numberg genannt!], Fritz Pirner, Paul Mauske, Hermann Nonnenmacher, D. Oler
1922: Erich Thum [d. i. Elfriede Lauckner]; Vereinigung zur Förderung der Holzbildkunst (dabei u. a. Cirillo Dell’Antonio, Fritz Kraus, Wilhelm Kruse, Jakob Plessner); Hermann Struck (Handzeichnungen, Aquarelle, Radierungen, Mappenwerke in der Filiale Meinekestr. 1); Fritz Tennigkeit; Paul [Pál] Vidor (Gemälde, Graphik, Pastelle); Willy Jaeckel (Handzeichnungen, Radierungen, Aquarelle in der Filiale Meinekestr. 1); Erich Thum [d. i. Elfriede Lauckner] (Graphik); Gertrud(e) Sandmann (Graphik); „Schaffende Frauen“ (Gemälde, Graphik, Plastiken von u. a. Gisela Boeck von Tzschoppe, Maria Elisabeth Fränkel, Else Hertzer, Annemarie von Jakimow-Kruse, Toni Ellen Nelissen von Haken, Erna [Rosenberg-]Nonnenmacher, Edla Charlotte Rosenthal, Thea Schleusner, Martha von Schwemmer-Traube, Sophie Wolff)
1923: Annemarie von Jakimow-Kruse, Wilhelm Kruse; „Frauenkunstverband“ (Graphik und Plastik von u. a. Maria Elisabeth Fränkel, Karl Luis Heinrich-Salze [d. i. Katharina Heise], Käte Münzer-Neumann, Else von Oettingen, Eva Stort, Hedwig Weiß, Margarethe Wolff); Johann Metzner (farbige Holzschnitte)

Verlag:
„Der Parthenon. Ausstellung für bildende Kunst […] Es erschien: D. Oler, Biblische Scenen, Holzschnitte. Originalradierungen und Lithographien von A. Heyde, M. Malitz, C. Nagel, L. Numberg, Josef Steiner, R. Weiß. Prospekte auf Wunsch!“ (Anzeige in: Der Kunstwanderer. 2. Dezemberheft 1921, S. 187)
Von den in der Anzeige genannten Künstlern sind teilweise nicht einmal die Vornamen zu eruieren, lediglich Arthur Heyde, Max Malitz und Josef Steiner haben nachweisbare Spuren hinterlassen.
Atlakviða [Heldenlieder aus der „Edda“]. mit 6 Holzschnitten von Else Hertzer. 1924

Bemerkung:
„In Berlin-Tempelhof ist vor kurzer Zeit ein Kunstsalon eröffnet worden, der sich von den üblichen Kunstausstellungen durch die Intimität der Räume unterscheidet: Frau Kahn-Zimmermann hat nämlich die Arbeiten der Künstler, die sie ausstellt […] geschickt und geschmackvoll um das Mobiliar ihrer Wohnung gruppiert.“ (Der Kunstwanderer. 1. Oktoberheft 1921, S. 64)
Die am 1. Oktober 1921 in Berlin-Tempelhof, Albrechtstrasse 103 eröffnete Kunsthandlung „Der Parthenon“ befand sich in der „Kahn-Villa“, dem Haus der Eigentümerin Anna Kahn-Zimmermann.
Ein Schwerpunkt des Ausstellungsprogrammes lag auf „Frauenkunst“, zahlreiche, heute meist vergessene oder überhaupt unbekannte Künstlerinnen bestritten das Programm, dabei auch zwei Damen, die unter Männer-Namen firmierten: Elfriede Lauckner stellte als „Erich Thum“
und Katharina Heise als „Karl Luis Heinrich-Salze“ aus. 1922 wurden zahlreiche Künstlerinnen unter dem Titel „Schaffende Frauen“ präsentiert, 1923 stellte der „Frauenkunstverband“, die Berliner Ortsgruppe der 1913 gegründeten Künstlerinnen-Vereinigung, aus.
Im Frühjahr 1922 wurde eine Filiale am Kurfürstendamm 231 eröffnet (Der Sammler. Nr. 16 v. 22. 4. 1922, S. 250), im September 1922 eine „Ausstellung für Graphische Kunst“ in der Meinekestrasse 1/Ecke Kurfürstendamm im Lokal der Buch- und Kunsthandlung -> REUSS & POLLACK eingerichtet.
Die beiden Zweigstellen wurden wohl im Laufe des Jahres 1923 wieder aufgegeben, zumindest sind derzeit keine weiteren Ausstellungen nachzuweisen. 1924 ist im Berliner Adressbuch nur noch das Stammhaus in der Albrechtstrasse 103 genannt.
Weitere Aktivitäten sind derzeit nicht belegbar, 1930 ist die Firma als „Der Parthenon. Kunsthandlung und Buchversand G. m. b. H.“ im Adressbuch für den Berliner Buchhandel eingetragen.

Nachweise:
Adressbuch für den Berliner Buchhandel; Dressler 1923; Berliner Adressbuch