Resultate:  1

Galerie Dr. Schäffer
  • © Berlinische Galerie / Wolfgang Wittrock
  • Repro: Berlinische Galerie
Transkription / Beschreibung
Weiterführende Links
Zugehörige Objekte

SCHÄFFER
GALERIE DR. SCHÄFFER

Adresse: BERLIN, Preussen/Provinz Brandenburg (Berlin), Behrenstrasse 28 (1924 bis um 1930); Friedrich Ebertstrasse 7 (um 1930); Bellevuestrasse 9 (um 1933)
Inhaber: Dr. Hans (Hanns) Schäffer
Bestand: 1924-1939
Charakteristik: Kunsthandlung
„Galerie Dr. Schäffer. Gemälde alter und neuer Meister. Berlin W 8. Behrenstr. 28. [Telefon] Zentrum 5353“ (Anzeige in: Der Kunstwanderer. März 1926, S. 298)

Ausstellungen:
1924: Ernst Fritsch

Bemerkung:
Die „Galerie Dr. Schäffer“ wurde 1924 in der Behrenstrasse 28 eröffnet. Inhaber war Dr. Hans (Hanns) Schäffer (1892-1967), die Kunsthandlung war spezialisiert auf Gemälde alter und neuer Meister, jedoch überwogen sowohl bei den Ausstellungen als auch bei den Kunsthandelsangeboten die „alten Meister“, vor allem flämische und holländische Malerei des 16. bis 18. Jahrhunderts (Das flämische Landschaftsbild des 16. und 17. Jahrhunderts, 1927; Die Meister des holländischen Interieurs, 1929; Niederländische Malerei vom 16.-18. Jahrhundert, 1930; Hundert seltene Holländer, 1932).
Die erste und derzeit einzige nachgewiesene Ausstellung eines zeitgenössischen Künstlers fand 1924 statt. Dem Maler Ernst Fritsch wurde von Dr. Schäffer die erste Galerieausstellung ausgerichtet (die zweite fand 1926 bei -> NEUE KUNSTHANDLUNG, Berlin statt).
Einzelne bekanntgewordene Ankäufe weisen auch auf den Handel mit Zeitgenossen hin. So erwarb Schäffer das Ölbild „Landschaft mit Windmühle“ von Bernhard Hoetger, das er 1924 der Städtischen Galerie in Frankfurt am Main schenkte (Revision 1991, S. 162), etwa zur selben Zeit erwarb er das Ölbild „Paar“ von Willy Jaeckel, das sich heute im Berliner Museum Bröhan befindet (Dagmar Klein 1990, Kat. Nr. 164).
1936 eröffnete Schäffer mit seiner Ehefrau Kate Schäffer (1898-2000) die „Schaeffer Galleries“ in New York, die, wie die 1939 geschlossene Berliner Galerie, auf holländische und flämische alte Meister spezialisiert war und bis in die neunziger Jahre bestand.

Nachweise:
Archive:
Los Angeles: The Gerry Research Institute (Schaeffer Galleries Inc.); Washington: Smithsonian Institution (Schaeffer Galleries, Berlin and New York)
Literatur:
Handbuch des Kunstmarktes 1926; Maecenas 1927; Maecenas 1930; Adressbuch 1933

Schaeffer Galleries, twenty-fifth anniversary 1936-1961.- New York 1961
Dagmar Klein: Der Expressionist Willy Jaeckel (1888-1944). Gemälde, Biographie, Künstlerbriefe.- Köln 1990
Revision. Die Moderne im Städel 1906-1927.- Frankfurt am Main 1991