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J. M. Spaeth Buchhandlung und Antiquariat
  • © Berlinische Galerie / Wolfgang Wittrock
  • Repro: Berlinische Galerie
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SPAETH
J. M. SPAETH BUCHHANDLUNG UND ANTIQUARIAT

Adresse: BERLIN, Preussen/Provinz Brandenburg (Berlin),Königstrasse 52
Inhaber: Gotthold Hoppe (seit 1919)
Bestand: Gegründet 1834
Charakteristik: Buchhandlung, Antiquariat, Graphikhandlung, Verlag
„Reiche Auswahl Graphik, Mappenwerke, Luxusdrucke, Erstausgaben, Literatur aller Gebiete. Ankauf und Übernahme wertvoller Einzelstücke und größter Objekte“ (Anzeige in: Das Kunstblatt. H. 1 v. Januar 1924, Umschlagseite 2); „Moderne Graphik. Gesamt-Ausgaben, Luxusdrucke, Kunstliteratur, Mappenwerke. Ich übernehme zu günstigen Bedingungen für den Auftraggeber ganze Sammlungen u. wertvolle Einzelstücke zu Versteigerungen. Sammler von seltener Graphik bitte ich um Angabe ihrer Adresse, da ich durch meine ausgedehnten Verbindungen in der Lage bin, besonders wertvolle und seltene Stücke anzubieten“ (Anzeige in: Das Kunstblatt. H. 4 v. April 1924, Anzeigenseite; Der Kunstwanderer. Juli 1924, S. 327)

Verlag:
J. M. Spaeth verlegte in den Zwanzigerjahren vor allem literarische Titel von u. a. Herbert Eulenberg, Klabund, Erich Mühsam, Georg von der Vring und Arnold Zweig.
Rafaello Busoni schuf zu zahlreichen Titeln Einbände und Illustrationen, z. B. zu Knut Hamsun: Der wilde Chor.- 1926; Herbert Eulenberg: Um den Rhein, 1927; André Gide: Isabelle, 1926; Arnold Zweig: Der Regenbogen, 1925; Anatole France: Das Leben der heiligen Johanna, 1926.
1928 übernahm der Verlag J. M. Spaeth die von Paul Westheim herausgegebene Zeitschrift „Das Kunstblatt“ (H. 1 - H. 11, 1928), ehe die Zeitschrift von Hermann -> RECKENDORF übernommen wurde.

Bemerkung:
Die 1834 gegründete Buchhandlung „J. M. Spaeth“ war mehr als 80 Jahre in Familienbesitz, ehe sie am 23. Juni 1919 von Gotthold Hoppe übernommen wurde. Hoppe erweiterte das Sortiment um Graphik und spezialisierte sich daneben auf Mappewerke und Luxusdrucke und verlegte Mitte der Zwanzigerjahre eine Reihe bedeutender Autoren und engagierte den Graphiker Rafaello Busoni für Buchausstattung und Illustrationen.
Am 29. und 30. Mai 1923 veranstaltete die Buchhandlung eine Auktion „Graphik und Handzeichnungen zeitgenössischer Künstler“ (Anzeige in: Das Sammlerkabinett. H. 1, 1923, Anzeigenseite), die jedoch ein Mißerfolg wurde. „Die Auktion […] brachte so außerordentlich geringe Preise, daß der größte Teil der Blätter wieder zurückgezogen wurde. Kokoschka war der einzige, dessen Nummern alle zu annehmbaren Preisen fortgingen, wohl weil sein Verleger Interesse daran hatte, die Preise zu halten.“ (Das Sammlerkabinett. H. 2, 1923, S. 35)
Über weitere Aktivitäten der Buchhandlung, die bis 1942 nachgewiesen werden kann, ist derzeit nichts bekannt.

Nachweise:
Adressbuch des Deutschen Buchhandels; Müller, Adressbuch des Deutschen Buchhandels und verwandter Berufszweige; Adressbuch für den Berliner Buchhandel; Handbuch des Kunstmarktes 1926; Maecenas 1927; Maecenas 1930; Adressbuch der Antiquare 1926 ; Internationales Adressbuch der Antiquare 1928-1940