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Graphisches Kabinett Jacob Ludwig Schwalbach
  • © Berlinische Galerie / Wolfgang Wittrock
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GRAPHISCHES KABINETT SCHWALBACH
GRAPHISCHES KABINETT JAKOB LUDWIG SCHWALBACH

Adresse: BRESLAU, Schlesien (Wrocław/Polen), Schweidnitzer Straße 16-18
Inhaber: Jakob Ludwig Schwalbach (ab 1916); Bruno Wenzel (um 1918)
Bestand: 1916-(1918)
Charakteristik: Graphikhandlung
„Graphisches Kabinett Jakob Ludwig Schwalbach. Breslau. Schweidnitzer Straße 16-18. Telephon-Anschluß 5644. Graphik moderner und alter Meister des Inlandes und Auslandes. Ankauf und Verkauf. Wechselnde Ausstellungen von verschiedener Dauer. Auskünfte jederzeit bereitwilligst. Achten Sie bitte auf den Namen Schwalbach“ (Anzeige in: Adolph Donath: Psychologie des Kunstsammelns. Zweite, vermehrte Auflage.- Berlin 1917, S. XIX)

Ausstellungen:
1916/17: Graphikausstellungen mit Werken von u. a. Fritz Boehle, Frank Brangwyn, Lovis Corinth, Felix Müller [Conrad Felixmüller], Otto Greiner, Max Klinger, Käthe Kollwitz, Max Liebermann, Hans Meid, Max Slevogt, Hugo Struck, James Abbott McNeill Whistler

Verlag:
Alt-Breslau. Eine Künstlermappe mit 5 Originalblättern in Holzschnitt, Linoleumschnitt, Steindruck und Radierung von Carl Alexander Brendel, Hans Leistikow, Carl Lange, Heinrich Tüpke. Hrsg. v. Curt Proskauer 1917. Auflage 60 Exemplare
Der Papagey. Eine Zeitschrift für Kunst und was damit zusammenhängt. Hrsg. und geleitet von Jakob Ludwig Schwalbach. Jg. 1, 1916/17, Jg. 2, 1918

Bemerkung:
„Hier hat Ende vergangenen Jahres der Kunsthändler Jacob Ludwig Schwalbach ein „Graphisches Kabinett“ gegründet, das in wechselnden Ausstellungen von verschiedener Dauer in einem kleinen intimen Ausstellungsraume ausschließlich die Graphik erster, alter und moderner Meister des In- und Auslandes vorführen will.“ (Der Cicerone. H. 3/4 v. Februar 1917, S. 77) In den Ausstellungen wurden neben älteren und anerkannten neueren Künstlern wie Lovis Corinth, Käthe Kollwitz, Max Liebermann, Hans Meid und Max Slevogt auch der gerade einmal zwanzigjährige Conrad Felixmüller, damals noch unter dem Namen Felix Müller, präsentiert.
Schwalbach betrieb auch einen Kunstverlag, in dem 1917 die Mappe „Alt-Breslau“ mit Originalgraphik von vier Künstlern erschien. (Dass die in der Graphikmappe vertretenen Künstler Carl Alexander Brendel, Hans Leistikow, Carl Lange und Heinrich Tüpke ebenfalls ausgestellt haben, darf vermutet werden.) Zwischen 1916 und 1918 gab Schwalbach als Herausgeber und Redakteur die Kunstzeitschrift „Der Papagey“ mit Beiträgen von u. a. Ferdinand Avenarius und Wilhelm Hausenstein heraus. Um 1918 wurde die Kunsthandlung von -> BRUNO WENZEL übernommen und unter dem alten Namen weitergeführt.

Nachweise:
Müller, Adressbuch des Deutschen Buchhandels und verwandter Berufszweige
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