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Friedrich Axt
  • © Berlinische Galerie / Wolfgang Wittrock
  • Repro: Berlinische Galerie
    • Werner J. Schweiger (1949 - 2011)

  • TitleFriedrich Axt[Eintrag für geplante Publikation "Lexikon des Kunsthandels der Moderne im deutschsprachigen Raum 1905-1937"]
  • Date2005 - 2011
  • CategoryManuskripte
  • Materialdigital
  • FondsKunstarchiv Werner J. Schweiger
  • Inventory NumberBG-WJS-M-1,93
  • CreditlineZustiftung Christa M. Schweiger, Wien und Wolfgang Wittrock, Berlin, 2016
  • On DisplayNo
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AXT, Friedrich
FRIEDRICH AXT

Adresse: DRESDEN, Freistaat Sachsen (Freistaat Sachsen), Lüttichaustrasse 30; Struvestrasse 19 (1927); Reitbahnstrasse 25
Inhaber: Rudolf Axt
Bestand: 1877-1945
Charakteristik: Buchhandlung, Kunsthandlung, Kunstantiquariat, Antiquitäten

Ausstellungen:
1927: Willy Kriegel

Bemerkung:
Die Buchhandlung Friedrich Axt wurde durch Übernahme einer seit 1849 bestehenden Buchhandlung 1877 gegründet und erweiterte ihr Geschäftsfeld durch den Verkauf von Antiquitäten und Angliederung einer Kunsthandlung, die sich vor allem auf Alt-Dresdner Maler (beispielsweise Edmund Hottenroth, Carl August Reinhardt, Carl Christian Reinhardt) spezialisierte (Der Kunstwanderer. Februar 1924, S. 160).
„Für die konservativeren Bestrebungen waren die Kunsthandlung Sinz [-> SINZ ] in der Prager Straße Nr. 38 und die Kunsthandlung Friedrich Axt in der Reitbahnstraße Nr. 25 zuständig. Sie huldigten zumeist der Dresdner Retrospektive.“ (Sammler und Mäzene 1997, S. 67). Das korrespondierte mit den privaten Vorlieben des Kunsthändlers, der „Bilder 19. Jahrhundert, bes. sächs. Meister“ sammelte (Maecenas. II. Auflage 1930.- Berlin 1930. S. 43).
„Der nur selten öffentlich um die Kunst der Gegenwart bemühte, dann aber treffsichere Kunsthändler Axt“ (Willi Wolfradt 1928/29, S. 336) veranstaltete die einzige derzeit nachweisbare Ausstellung eines zeitgenössischen Künstlers 1927. Sie war dem 1901 in Dresden geborenen Rudolf Kriegel, der 1922-1925 an der Dresdener Akademie bei Ferdinand Dorsch, Max Feldbauer und Oskar Kokoschka studiert hatte, gewidmet (Nikolaus Pevsner 1928, S. 58).
„Überhaupt war es vor allem der Galerie Friedrich Axt zu verdanken, daß mein Vater in Dresden immer bekannter wurde. Er setzte sich mit ganzem Herzen für meinen Vater ein, baute ihm Verbindungen auf und half ihm, wo er nur konnte. Er war ein wirklich echter Freund.“ (Willy Kriegel 1996, S. 7)
Will Grohmann schrieb über die Ausstellung: „Seine Porträts und Stilleben zeigen eine sehr positive Erregtheit und Spannung, eine vielleicht noch willkürliche, dafür aber selbständig durchdachte Technik, und den Mut, ohne Anschluß an lohnende Richtungen sich auszuleben.“ (Der Cicerone. H. 14 v. Juli 1927, S. 455)
Die Galerie Friedrich Axt veranstaltete nicht nur die Personale des Künstlers, sondern erwarb das 1923 entstandene Ölbild „Der Leidensmann“, das er, wie sich Rudolf Axt erinnerte, bei der Ausstellung „im Frühjahr 1927 gleich 3mal hätte verkaufen können“ (zitiert in: Willy Kriegel 1996, S. 23). 1929 war es bei einer Präsentation von Kunstwerken aus Dresdener Privatbesitz ausgestellt (Neuere Kunstwerke 1929, Kat. Nr. 31).

Nachweise:
Adressbuch des Deutschen Buchhandels; Müller, Adressbuch des Deutschen Buchhandels und verwandter Berufszweige; Pantheon 1926; Adressbuch 1933

Nikolaus Pevsner: Kunstausstellungen des Jahre 1927.- in: Dresdner Kunstbuch 1928. S. 55-59
Willy Wolfradt: Junge deutsche Kunst IV. Willy Kriegel.- in: Die Horen. H. 4, 1928/29, S. 334-336
Neuere Kunstwerke aus Dresdner Privatbesitz. III. Jubiläumsausstellung.- Dresden: Sächsischer Kunstverein 1929
Willy Kriegel 1901-1966. Mit Texten von Peter Kriegel, Stefan Skowron, Rolf Günther.- Freital 1996
Sammler und Mäzene in Dresden.- Dresdner Hefte. Heft 49, 1997
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