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Kunstsalon Knoeckel
  • © Berlinische Galerie / Wolfgang Wittrock
  • Repro: Berlinische Galerie
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KNOECKEL
KUNSTSALON KNOECKEL
KUNSTSALON H. KNÖCKEL
KUNSTVERLAG HERMANN KNOECKEL G. M. B. H.

Adresse: FRANKFURT AM MAIN, Hessen-Nassau (Hessen), Kaiserstrasse 13 Entresol
Inhaber: Dr. Hermann Knoeckel
Bestand: 1907-1914
Charakteristik: Kunstverlag, Kunstausstellungen, Kunsthandlung
„Kunstsalon H. Knöckel. Frankfurt a. M. Kaiserstr. 13 Entresol. Graphik, Gemälde, Plastik, Reproduktionen, Kunstgewerbe, Lesesalon. Geöffnet an Wochentagen von 10- 8 Uhr, Sonntags von 11-1 Uhr. Tageskarte 50 Pf. Abonnement“ (Plakat von Adolf Beyer, 1909); Kunstsalon Knoeckel. Frankfurt a. M. Kaiserstr. 13 Entresol“ (Plakat von Ottomar Starke, um 1911)

Ausstellungen:
1909: Eduard Rettenmaier (Bronzen)
1910: Heinrich Gottselig, Franz Althaus
1911: Artur Volkmann

Bemerkung:
Der 1907 von Dr. Hermann Knoeckel gegründete „Kunstverlag Hermann Knoeckel G. m. b. H.“, spezialisiert auf Reproduktionen in Photodrucken oder Kunstdrucken gliederte seinem Unternehmen im Sommer 1909 einen Kunstsalon an.
„Der neue Kunstsalon Knoeckel […] hat in seiner September-Ausstellung eine Art Programm gegeben: er möchte vorzugsweise dem Schaffen der Frankfurter Künstler eine Stätte bereiten. Ob dabei auch die Kunst auf ihre Rechnung kommt, wird man abwarten müssen. Unter den ausgestellten Werken konnte ich diesmal nur von den formsicheren, ausdrucksvollen Bronzen E. Rettenmeyers [Eduard Rettenmaier] (Frankfurt) einen starken Eindruck erhalten.“ (Die Kunst. H. 2 v. November 1909, S. 71)
Aus der Zeit um 1910 sind zwei Plakate der Kunsthandlung überliefert, die von Adolf Beyer und
Ottomar Starke entworfen worden waren (Das frühe Plakat 1980, Nr. 3144; Plakate 1880-1914 1986, Nr. 636, 637).
Derzeit sind nur wenige Ausstellungen zu belegen: 1909 ist der Bildhauer Eduard Rettenmaier mit einer Sammlung von Bronzen vertreten, 1910 stellten die beiden Frankfurter Maler Heinrich Gottselig und Franz Althaus aus, 1911 präsentierte der Bildhauer, Maler und Graphiker Artur Volkmann, der 1910 von Rom nach Frankfurt am Main übersiedelte, einen Querschnitt seines Schaffens.
1911 erschien ein „Verlagskatalog“ mit dem Angebot „Knoeckels Photo-Kunstblätter, Wahrzeichen der Kunst im Hessenlande, Graph. Kunst zeitgen. Künstler, mehrfarb. Künstlersteinzeichnungen, Knoeckels Meister Imperial-Drucke, aus dem Frankfurter Goethe-Museum, Bildnis des Großherzogs Ernst Ludwig von Hessen“ (Neuigkeiten des deutschen Kunsthandels. Nr. 12 v. Dezember 1911, S. 180).
1914 wird die Firma als in Liquidation befindlich gemeldet (Adressbuch des Deutschen Buchhandels 1914, S. 314). Anfang Oktober 1919 kündigte  F. A. C. Prestel als Auktion 80 an, die „Bestände der Kunsthandlung Knöckel“ (Kunstchronik und Kunstmarkt. Nr. 5 v. 31. 10. 1909, S. III; Der Sammler. Nr. 44 v. 1. 11. 1919, S. 16) zur Auktion zu bringen, was am 11. und 12. Dezember 1919 unter dem Titel „Nachlass Knöckel. Ölgemälde, Graphik, Reproduktionen“ geschah.

Nachweise:
Adressbuch des Deutschen Buchhandels

Das frühe Plakat in Europa und den USA. Ein Bestandskatalog. Band 3: Deutschland. Bearbeitet von Helga Hollmann [u. a.].- Berlin 1980
Plakate 1880-1914.- Frankfurt am Main: Historisches Museum Frankfurt 1986