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Kunsthandlung S. Wronker
  • © Berlinische Galerie / Wolfgang Wittrock
  • Repro: Berlinische Galerie
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WRONKER
S. WRONKER & CO.
KUNSTHANDLUNG S. WRONKER

Adresse: FRANKFURT AM MAIN, Hessen-Nassau (Hessen), Zeil 97
Inhaber: S. Wronker & Co.
Mitarbeiter: Max Clarenbach, Fritz Westendorf (Leiter der Ausstellung)
Bestand: 1911 (-1913)
Charakteristik: Kunstabteilung in einem Kaufhaus

Ausstellungen:
1911: Max Clarenbach, Albin Müller, Fritz Westendorf
1913: Bezalel [Kunstgewerbeschule Jerusalem]

Bemerkung:
Hermann Wronker (1867-1942), Neffe der Brüder Leonhard und Oscar Tietz, eröffnete 1891 sein erstes Kaufhaus in Frankfurt am Main und baute es im Laufe der Zeit nicht nur zu Frankfurts grösstem Kaufhaus, sondern zu einer Warenhauskette (mit Kaufhäusern in Mannheim, Nürnberg, Pforzheim, Hanau) aus.
1908 wurde in Frankfurts bekanntester Einkaufsstrasse Zeil ein Neubau von dem Architekten Otto Engler errichtet, in dem 1911 „eine eigene Kunstabteilung mit ständig wechselnden Ausstellungen eröffnet [wurde]. Die Kunstabteilung widmet sich ebenso dem Verkauf von Bildern wie dem modernen Kunstgewerbe und der Graphik.“ (Der Cicerone. H. 8 v. April 1911, S. 308)
In dem jährlich von der Münchener Spedition Wetsch herausgegebenen und vor allem für die Künstler wichtigen Ausstellungskalender (da hier die Bedingungen für Ausstellungen beschrieben wurden) heisst es für 1913: „Kunsthandlung S. Wronker unterhält eine permanente Kunstausstellung, deren Werke alle 6 Wochen wechseln. Anfrage wegen Einsendung unbedingt erforderlich. Anmeldung nach Übereinkunft mit Formular. Frachtfreiheit hin und zurück für eingeladene Werke […] Keine Jury, nur Einladungen. 10 % Verkaufsprovision. Die Ausstellungen werden geleitet durch die Herren Max Clarenbach, Wittlaer bei Kaiserslautern und Fritz Westendorp, Düsseldorf, Sybelstr. 25.“ (Allgemeiner Kunst-Ausstellungs-Kalender 1913, S. 152)
Die Maler Clarenbach und Westendorp waren bereits 1909 Leiter der Kunstabteilung im Düsseldorfer Warenhaus -> TIETZ. Damit hat - nach Berlin (-> WERTHEIM) und Düsseldorf die zeitgenössische Kunst auch in Frankfurt den Weg in ein Kaufhaus gefunden.

Nachweis:
Allgemeiner Kunst-Ausstellungs-Kalender.- München Jg. 35, 1913
Bibliographie zur Geschichte der Frankfurter Juden 1781-1945. Hrsg. v. d. Kommission zur Erforschung der Geschichte der Frankfurter Juden. Bearbeitet von Hans-Otto Schembs.- Frankfurt am Main 1978