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Kunsthandlung Alfred Lochte
  • © Berlinische Galerie / Wolfgang Wittrock
  • Repro: Berlinische Galerie
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LOCHTE
ALFRED LOCHTE. KUNSTHANDLUNG
ALFRED LOCHTE. KUNSTHANDLUNG. WERKSTÄTTEN

Adresse: HAMBURG, (Freie und Hansestadt Hamburg), Grindelhof 41
Inhaber: Alfred Lochte
Bestand: 1919-heute
Charakteristik: Kunsthandlung, Rahmenhandlung
„Kunsthandlung Alfred Lochte, Hamburg. Grindelhof 41 Fernsprecher: Nordsee 4456. Werkstätten für handgearbeitete Gemälderahmen nach eigenen und gegebenen Mustern. Geschmackvolle Bildereinrahmungen. Reinigen u. Restaurieren von Oelgemälden u. alten Stichen. Ausstellungsräume für Gemälde, Graphik und Kunstgewerbe“ (Anzeige in:
Katalog der ersten Ausstellung der Hamburgischen Sezession 1919, Anzeigenseite); „Rahmen-Lochte. Rahmt preiswert und gut. […] Alfred Lochte. Kunsthandlung. Hamburg 13, Grindelhof 41. Tel. Nordsee 4456“ (Anzeige in: 9. Ausstellung der Hamburgischen Sezession. Verbunden mit einer Sonderausstellung neue europäische Kunst.- Hamburg 1929, Anzeigenseite); „Alfred Lochte. Kunsthandlung. Werkstätten. Hamburg 13. Grindelhof 41. Fernruf 556826. Bildereinrahmung, Anfertigung von Gemälderahmen. Eigene Vergolderei. Instandsetzung von Gemälden. Reparatur jeder Art an Bild und Rahmen“ (Anzeige in: Hamburger Künstler 1937. Frühjahrsausstellung.- Hamburg 1937, Anzeigenseite)

Ausstellungen:
1919: Anita Rée, Margarethe Vollbracht[-Kröger]

Bemerkung:
Die heute (2008) noch bestehende Firma „Alfred Lochte“ ist seit 1919 in Hamburg, Grindelhof 41 nachweisbar. Eine Anzeige im Katalog der ersten Ausstellung der 1919 gegründeten „Hamburgischen Sezession“ dürfte eher eine Unterstützung der neuen Künstlervereinigung gewesen sein, und tatsächlich war die erste (und derzeit einzige) nachgewiesene Einzelausstellung 1919 einem Gründungsmitglied der Gruppe gewidmet. Anita Rée stellte im Sommer 1919 noch vor der ersten Ausstellung der Sezession ihre Bilder bei Lochte aus und erntete positive Kritiken (Maike Bruhns 1986, S. 62). Gleichzeitig mir ihr stellte die in Hamburg-Blankenese lebende Malerin Margarethe Vollbracht aus.
Alfred Lochte dürfte mit Anita Rée auf besondere Weise befreundet gewesen sein. Als die jüdische Malerin 1933 wegen der politischen Entwicklung und der Anfeindungen durch die Presse ihrem Leben ein Ende setzte, befanden sich noch mehrere Bilder bei Lochte (Maike Bruhns 1986, S. 246).
Weitere Informationen über Ausstellungen oder das Angebot sind derzeit nicht bekannt. Lochte dürfte sich wohl auf das Rahmengeschäft konzentriert haben. Der Kunsthändler war auch bei dem 1928 in Berlin gegründeten „Reichsverein Deutscher Kunstverleger und Kunsthändler e. V.“ engagiert, wo er die Stellvertreterfunktion bekleidete. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde die Firma am Jungfernstieg 50 weitergeführt (Deutsches Kunstadressbuch 1950, S. 126).

Nachweise:
Deutsches Kunstadressbuch. Hrsg. v. Walter Kaupert.- Berlin [1950]
Maike Bruhns: Anita Rée. Leben und Werk einer Hamburger Malerin 1885-1933.- Hamburg 1986