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C. A. Czichna
  • © Berlinische Galerie / Wolfgang Wittrock
  • Repro: Berlinische Galerie
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CZICHNA
C. A. CZICHNA

Adresse: INNSBRUCK, Tirol (Österreich), Stiftgasse 23; Herzog Friedrich Straße 41
Inhaber: Carl Alexander Czichna; Carl Alfred Czichna; Philipp Czichna; Margarethe Czichna
Bestand: Gründung 1841
Charakteristik: Lithographieanstalt, Photographisches Atelier, Kunsthandlung

Ausstellungen:
1910: Albert Plattner
1911: Wilhelmine Redlich; Alfons Walde; Albert Plattner; Hans Told; Gabriela Maria Arnhard-Deininger
1912: Alfons Walde; Julius Seidl
1913: Gilbert Heidegger; Andreas Einberger
1917: Ernst Nepo
1919: Ernst Nepo; Marie von Uchatius; Franz Baumann; Herbert Gurschner
1920: Ernst Nepo
1921: Marie Grass-Cornet
1922: Alma Auswald-Heller
1923: Wilhelmine Redlich
1925: Wilhelmine Redlich
1927: Raphael Thaler
1931: Alois Burger; Hubert Lanzinger
1932: Hubert Lanzinger
1933: Ernst Degn
1938: Rolf Regele

Verlag:
Toni Grubhofer: Gossensaß. [Gedicht und Holzschnitte]. [1883]

Bemerkung:
Der aus Böhmen stammende Carl Alexander Czichna (1807-1867) war gelernter Lithograph, der
1841 das Privileg zur Eröffnung einer eigenen lithographischen Werkstätte in Innsbruck erhielt und um 1860 ein photographisches Atelier anschloss. Als Drucker war er spezialisiert auf topographische Ansichten und Pläne sowie auf kommerzielle Drucksorten, später kamen auch Plakate und Postkarten dazu. Sein Photoatelier dokumentierte beispielsweise die 1863-1865 erbaute Brenner-Bahn und die später errichtete Arlbergbahn.
Sein Sohn Carl Alfred Czichna (1842-1899) übernahm die Druckerei und die photographische Anstalt und erweiterte das Geschäft um eine Kunsthandlung (Rudolf Granichstaedten-Czerva 1954, S. 23).
Während die Geschichte von C. A. Czichna im 19. Jahrhundert aus zahlreichen Einzelquellen partiell rekonstruierbar ist, gibt es zur „Kunsthandlung Czichna“ keinerlei Literatur oder Quellen. Die Ausstellungstätigkeit zwischen 1910 und 1938 ist ausschliesslich aus der monographischen Künstler-Literatur erschliessbar. Aus den wenigen zeitgenössischen Besprechungen ist ablesbar, dass es sich meist um sogenannte „Schaufensterausstellungen“ handelte: Neue Werke, oft nur einige wenige Bilder, wurden in den Schaufenstern dargeboten und regelmässig gewechselt. Alle ausgestellten Künstler waren Tiroler Maler. Neben gelegentlichen Rezensionen in den Tageszeitungen war es die Zeitschrift „Der Brenner“, die in den Jahren 1910-1913 gelegentlich Kunstberichte (meist von Max von Esterle) brachte.
Auch nach dem 2. Weltkrieg wurden weiter Ausstellungen (beispielsweise Felix Heuberger, Hans Zötsch und Arthur Nikodem) veranstaltet. Wann die Kunsthandlung schloss, ist unbekannt.

Nachweise:
Rudolf Granichstaedten-Czerva: Beiträge zur Familiengeschichte Tirols.- Innsbruck 1954
Max von Esterle. Karikaturen und Kritiken. Hrsg. v. Wilfried Kirschl. und Walter Methlagl.- Salzburg 1971
Meinrad Pizzinini, Michael Forcher: Alt-Tiroler Photoalbum.- Salzburg 1979
Anton Durstmüller: Die Entwicklungsgeschichte der graphischen Gewerbe von den Anfängen bis zur Gegenwart. Band 1. 1482-1848.- Wien [1982]
Meinrad Pizzinini: Alt-Tirol im Plakat.- Innsbruck 1983
Geschichte der Fotografie in Österreich.- Bad Ischl 1983
Anton Durstmüller: Die österreichischen graphischen Gewerbe zwischen Revolution und Weltkrieg 1848 bis 1918.- Wien 1986
Carl Kraus: Zwischen den Zeiten. Malerei und Graphik in Tirol 1918-1945.- Lana 1999
Allgemeines Künstlerlexikon. Band 23.- München 1999
Tirols Künstler 1927. Hrsg. v. Ellen Hastaba.- Innsbruck 2002
Timm Starl: Lexikon zur Fotografie in Österreich 1839 bis 1945.- Wien 2005