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Kunsthandlung Curt Naubert
  • © Berlinische Galerie / Wolfgang Wittrock
  • Repro: Berlinische Galerie
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NAUBERT
CURT NAUBERT, ANTIQUAR
CURT NAUBERT, KUNSTHÄNDLER UND ANTIQUAR

Adresse: LEIPZIG-GOHLIS, Sachsen, Briestrasse 20 (1920-1939); Rossmarkt 8 II (ab 1940)
Inhaber: Curt Naubert
Bestand: Gründung 1920
Charakteristik: Kunstantiquariat, Kunsthandlung, Graphikhandlung
„Curt Naubert, Antiquar. Leipzig-Gohlis. Briestrasse 20 II. sucht ständig zur kaufen und bietet an: Stiche und Radierungen von Demarteau, Haldenwang, Kobell, Rieger, Rottmann, Verhelst.- Porträtstiche von Bause, Drevet, Edelinck, Gunst, Masson u. a.“ (Anzeige in: Der Cicerone. H. 11 v. Juni 1920, Anzeigenseite); „Curt Naubert. Kunsthändler und Antiquar. Leipzig-Gohlis. Briestrasse 20. Alte Graphik, Handzeichnungen und Aquarelle, Gemälde, Kunstliteratur. Meine oft erscheinenden Kataloge stehen Interessenten kostenlos zu Diensten. Ankauf. Verkauf“ (Anzeige in: Das Sammlerkabinett. H. 5, 1922/23, Anzeigenseite; H. 1, 1923/24, Anzeigenseite); „Curt Naubert. Kunsthändler und Antiquar. Leipzig-Gohlis. Briestrasse 20. Hochwertige Graphik des 15.-18. Jahrhunderts, Handzeichnungen alter und neuer Meister: Ankauf - Verkauf. Meine Listen und Kataloge erhalten Sammler kostenlos“ (Anzeige in: Jahrbuch für Kunstsammler. Jg. 3, 1923, Anzeigenseite)

Verlag:
„Moderne Graphik eigenen Verlags“ (Curt Naubert. Katalog 12, [1924])

Bemerkung:
Die am 28. Februar 1920 von Curt Naubert gegründete Kunsthandlung in Leipzig-Gohlis (einem seit 1890 zu Leipzig gehörenden Stadtteil) war spezialisiert auf Graphik und Handzeichnungen alter und neuerer Meister mit dem Schwerpunkt im 19. Jahrhundert. Zu ihren Kunden gehörten beispielsweise Oskar Reinhart in Winterthur, der 1931 zwei Werke von Anton Graff erwarb (Franz Zelger 1977, Nr. 82, 83) sowie Prinz Johann Georg von Sachsen, der zahlreiche Werke seiner Nazarener-Sammlung bei Naubert erwarb, die nach dem Tod des Sammlers teilweise wieder von Naubert angeboten wurden (Kunsthandlung Curt Naubert: Handzeichnungen, vornehmlich von Nazarenern. Langensalza [um 1944]).
„Interessenten stehen meine oft erscheinenden Listen und Kataloge auf Verlangen kostenlos zu Diensten“ heisst es auf einer Klappkarte, die zu einer Ausstellung mit dem aktuellen Angebot 1923 gedruckt wurde (Kunstarchiv Werner J. Schweiger, Wien). Das vielfältige Angebot des Kunstantiquariats wurde ab 1920 in etwa 15 Katalogen und etwa 35 Listen ausgebreitet.
Daneben betätigte sich Naubert auch als Kunstverleger, jedoch kann mangels Quellen derzeit nicht festgestellt werden, welche „Moderne Graphik eigenen Verlags“ (Curt Naubert. Katalog 12, [1924]) der Kunsthändler herausgab. 1930 heisst es: „Die Firma vertreibt neuerdings auch die gesamte graphische Produktion lebender sächsischer Künstler, in erster Linie von Landschaftern, die sächs. Landschaftsmotive geschaffen haben. Da dieser Geschäftszweig weiter ausgebaut werden soll, sind entsprechende Verlagsangebote stets erwünscht.“ (Lexikon 1930, S. 188)
1940 verlegte Naubert sein Geschäft auf den Rossmarkt 8 II, wo er „Ende 1943 einen Totalbombenschaden erlitt“ (Brief Carl Naubert an den Rembrandt-Verlag, Berlin, 3. 9. 1948, Bibliothek Villa Grisebach, Berlin). Anfang 1943 übersiedelte Naubert nach Langensalza in Thüringen, wo er in der Hohestrasse 17 unter „Kunsthandlung Curt Naubert“ firmierte. Um 1950 erfolgte der Umzug nach Göttingen (Am Goldgraben 17), wo er bis 1961 nachweisbar ist (Internationales Kunst-Adreßbuch 1961, S. 482).

Nachweise:
Adressbuch des Deutschen Buchhandels; Müller, Adressbuch des Deutschen Buchhandels und verwandter Berufszweige; Handbuch des Kunstmarktes 1926; Pantheon 1926; Adressbuch der Antiquare 1926; Maecenas 1927; Internationales Adressbuch der Antiquare 1928 (bis 1940); Dressler 1930; Maecenas 1930;

Lexikon der deutschen Verlage. Eine Chronik der deutschen Verlagsfirmen […].- Leipzig [1930]
Franz Zelger: Stiftung Oskar Reinhart Winterthur. Band 1: Schweizer Maler des 18. und 19. Jahrhunderts.- Zürich 1977