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Bernhard Nöhring
  • © Berlinische Galerie / Wolfgang Wittrock
  • Repro: Berlinische Galerie
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NÖHRING
BERNHARD NÖHRING

Adresse: LÜBECK, Freie und Hansestadt Lübeck (Schleswig-Holstein), Breite Strasse 61a, Breite Strasse 43 (um/nach 1930)
Inhaber: Bernhard Nöhring
Bestand: Gründung 1889
Charakteristik: Buchhandlung, Kunsthandlung, Verlag
„Permanente Ausstellungen und Verkauf von Gemälden usw. und kunstgewerblichen Gegenständen.“ (Dressler 1906); „Permanente Kunstausstellung von Gemälden erster Meister“ (Adressbuch des Deutschen Buchhandels 1907); „Buch- und Kunsthandlung. Verlag und Sortiment. Permanente Kunst-Ausstellung“ (Anzeige in: Otto Grautoff: Lübeck.- Leipzig 1908. Anzeigenseite)

Ausstellungen:
{1915: Karl Gatermann}
1919: Ulrich Hübner, Thomas Herbst
1921: Ulrich Hübner, Wilhelm Feldmann

Verlag:
„Verlag sämtlicher Ansichten und Kunstwerke über Lübeck in Photographien, Photogravüren, Originalradierungen usw. Verlag sämtlicher Werke über das alte und neue Lübeck.“ (Anzeige in: Otto Grautoff: Lübeck.- Leipzig 1908. Anzeigenseite).
Die umfangreiche Verlagsproduktion (Schwerpunkt Werke über Lübeck) wird hier nicht aufgeführt.
Originalradierungen: Bernhard Rothballer: Petrikirche (Lübeck), Das Schifferhaus (Lübeck) (vor 1921); R. Spielhaus: Holstentor (Lübeck), Burgtor (Lübeck) (vor 1921)
Vertrieb von Radierungen von Edvard Munch (Edvard Munch 1954, S. 30, 35)

Bemerkung:
Die von Bernhard Nöhring (1866-1938) 1889 gegründete Kunsthandlung hat nur wenige nachweisbare Spuren hinterlassen. Neben Ludwig -> MÖLLER betrieb Nöhring die einzige Kunsthandlung der Stadt mit „nicht gerade idealen Lichtverhältnissen [und] für umfangreiche Ausstellungen wenig geeignet“ (Enns 1978, S. 274). {Von Ulrich Hübner, der 1919 und 1921 ausstellte, ist der Ausspruch überliefert: „Bei Nöhring hat man immer Angst, beim Zurücktreten von einem Bild in das unglückselige Brunnenbecken hineinzufallen, das er sich mitten in den Ausstellungsraum hat hineinbauen lassen.“ (Bölker 1941, S. 278)} In einem 1922 erschienenen Bericht über „Lübecks Kunstleben“ steht wenig Schmeichelhaftes über den Kunsthandel: „Der Kunsthandel ruht hier vollkommen, die Ausstellungen dieses Hauses [Nöhring] beanspruchen kein Interesse mehr […] die Klagen über eine gewisse Sprödigkeit des Publikums mögen Geltung haben […] (Enns 1922, S. 474).
{Die Kunsthandlung übersiedelte nach 1931 in die Breite Strasse 43 und wurde 1936 an Richard und Ernst Kumm verkauft.}

Nachweise:
Adressbuch des Deutschen Buchhandels; Müller, Adressbuch des Deutschen Buchhandels und verwandter Berufszweige; Jahrbuch der bildenden Kunst 1902 (bis 1907/08); Dressler 1906, 1907, 1908, 1909, 1923; Handbuch des Kunstmarktes 1926; Maecenas 1927

Otto Grautoff: Lübeck.- Leipzig [1908]
Abram Enns: Lübecks Kunstleben.- in: Der Sammler. Nr. 30 v. 29. Juli 1922, S. 474-475
Edvard Munchs brev fra Dr. Med Max Linde.- Oslo 1954
Abram Enns: Kunst & Bürgertum. Die kontroversen zwanziger Jahre in Lübeck.- Hamburg 1978
{A. Bölker: Die Möllersche Kunsthandlung - ein Rückblick.- in: Lübeckische Blätter. 1941. S. 278-279}