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Otto Schmidt-Bertsch
  • © Berlinische Galerie / Wolfgang Wittrock
  • Repro: Berlinische Galerie
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OTTO SCHMIDT-BERTSCH G. M. B. H.
MÜNCHNER KUNSTKABINETT
DER BUCHLADEN OTTO SCHMIDT-BERTSCH G. M. B. H.

Adressen: MÜNCHEN, Bayern, Schellingstr. 9 und Ludwigstrasse 26 (ab 1911)
Inhaber: Otto Schmidt-Bertsch, später G. m. b. H.
Mitarbeiter: Frau Dr. Zenta Nithack (Geschäftsführerin um 1920)
Bestand: Als Buchhandlung seit 1906, als Kunsthandlung 1910 (-1926)
Charakteristik: Buchhandlung, Antiquariat, Kunstverlag, Kunsthandlung, Graphischer Kunstsalon
„Ständige Ausstellung speziell Münchener Künstler, Original-Radierungen, Farbholzschnitte usw.“ (Anzeige 1910); „Ständige Ausstellung moderner Graphik“ (Anzeige 1919); „Sammler-Graphik 19. u. 20. Jahrhundert, Bibliophilie und Kunstliteratur“ (Anzeige 1923)

Ausstellungen:
1911: Die Gilde (Vereinigung Münchner Graphiker und Maler, dabei Emil Ludwig Euler, Otto Flechtner, Albert Reich; anschliessend bei  ABELS, Köln), Max Unold (Holzschnitte zu Rabelais’ Gargantua), A. Rehm (Dresden); Münchener Privatarchitekten, Wilhelmine Assmann (Malmedium aus Halle); Künstlergruppe „Die Autonomen“ (dabei Fritz Lederer, Maria Langer-Schöller, C. Thiemann, Otto Weil, E. Kromer; Erstausstellung der Gruppe 1910 bei  THANNHAUSER, München).
1913: Bernhard Witschel, Eleonore Doelter, E. Voss; Käthe Hoch; Reinhard Sebastian Zimmermann
1914: Heinrich Ehmsen; Maria Langer-Schöller; Hubert Wilm; Hans Röhm.
1917: Hubert Wilm
1918: Dora Brandenburg-Polster
1919; Georg Pfeil (Nachlass)
1920: Eberhard Riedge.
1921: Emil Orlik; Karl Ritter; Emil Nolde; Ludwig von Hofmann
1922: Wilhelm Lehmbruck; Anton Samz; Lovis Corinth; Rudolf Schiestl
1923: Carl Thiemann, Konrad Schikaneder, Otto Nückel; „Die moderne Lithographie“; „Der moderne Holzschnitt“; F. R. Schwemmer, Otto Schön; Ludwig von Hofmann; Emil Rudolf Weiß;
1924: Otto Hettner
1925: Emil Nolde; Max Ludwig; Karl Ritter; Carl Barth; Otto Quantes
1926: Willi Geiger
Ausstellungen ohne Jahr sind nachgewiesen durch ein Plakat von Edwin Scharff (Das frühe Plakat 1980, Nr. 2810) und eine Einladung (Originalradierung) zu einer Ausstellung von (Josef) Seché (Kunstarchiv Werner J. Schweiger, Wien). Seché entwarf auch eine Anzeige für Schmidt-Bertsch (Abb. in: Gebrauchsgraphik. H. 1, 1926, S. 17)

Bemerkung:
Otto Schmidt-Bertsch gründete seine Buchhandlung in der Schellingstrasse 9 am 1. 10. 1906 (als Nachfolger einer seit 1879 bestehenden Buchhandlung).Parallel dazu gab es ab 1911 auch eine „Filiale für Graphik und Buchgewerbe“ (Adressbuch des Deutschen Buchhandels) in der Ludwigstrasse 26, wo die Ausstellungen „in dem luxuriösen Salon für Graphik“ (Der Cicerone. H. 10, 1911, S. 387) stattfanden.
Daneben betrieb er in der Briennerstrasse 55 den „Schmidt-Bertsch Verlag“ und, gemeinsam mit Curt Steinitz, die „Münchner Graphische Kunstwerkstätten Otto Schmidt-Bertsch“ wo 1919 beispielsweise „Revolutionäre Zeitgenossen. Vierzig Karikaturen in Originallithographie von Otto von Kursell“ erschienen.
Engagierte sich auch beim „Verein der Plakatfreunde“ und gab 1914 einen Plakat-Ausstellungskatalog „Münchner Reklamekunst“ der „Ortsgruppe München“ heraus. Seine Kontakte zu modernen Münchner Künstlern manifestierten sich auch in seiner Bekanntschaft mit Gabriele Münter, deren Holzschnitt-Neujahrswünsche 1910 und 1911 er in seinem Geschäft verkaufte. (Gabreile Münter 2000, Werkverzeichnis Nr. 38).
„Der Buchladen“ Otto Schmidt-Bertsch G. m. b. H. bestand unter wechselnden Adressen (Adalbertstrasse 18, Ludwigstrasse 25) bis 1937. Ausstellungen nach 1926 können derzeit nicht nachgewiesen werden.

Nachweise:
Müller, Adressbuch des Deutschen Buchhandels und verwandter Berufszweige; Adressbuch des Deutschen Buchhandels; Dressler 1923; Handbuch des Kunstmarktes 1926

Das frühe Plakat in Europa und den USA. Ein Bestandskatalog. Band 3: Deutschland. Bearbeitet von Helga Hollmann [u. A.].- Berlin 1980
Gabriele Münter: Das druckgraphische Werk. Hrsg. v. Helmut Friedel.- München 2000