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V. A. Heck
  • © Berlinische Galerie / Wolfgang Wittrock
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HECK
V. A. HECK
GRAPHISCHES KABINETT V. A. HECK

Adresse: WIEN, Kärntnerring 12
Inhaber: Valentin Andreas Heck (1877-1905); Robert Heck (1905-1924), Bertha Siegert, geb. Heck (1905-1914); Gustav Nebehay (1924-1935), Heinrich Hinterberger (1924-1935), Conradine Heck (ab 1925); Christian Nebehay (ab 1935)
Bestand: 1877-heute
Charakteristik: Buch- und Kunstantiquariat, Kunstverlag, Graphisches Kabinett
„V. A. Heck. Wien I. Buch- u. Kunstantiquariat. Autographen-Handlung. Kärntnerring 12. Telephon U 41-2-61. Reiches Lager seltener und wertvoller Bücher, eigenhändiger Briefe und Manuskripte berühmter Persönlichkeiten. Kataloge und Sonderlisten gratis“ (Anzeige in: Philobiblon. H. 4/5 v. September 1928, S. 167

Ausstellungen:
1935: Jules de Bruycker
1936: Gerhart Frankl; Béni Ferenczy; Hertha Gobanz-Czoernig
1937: Ludwig Heinrich Jungnickel; Wolfgang Lederer

Verlag:
H. G. Zoernig [Herta Gobanz-Zoernig]: Salzburg. Mappe mit sechs Farbradierungen [um 1935]

Bemerkung:
Das von Valentin Andreas Heck (1842-1905) gegründete Buch- und Kunstantiquariat
wurde am 1. Januar 1877 eröffnet und gliederte einen Kunstverlag an, der neben Radierungen vor allem auf dem Gebiet der Reproduktionsgraphik tätig war.
Das Antiquariat breitete seine Angebote in zahlreichen Katalogen und Angebotslisten aus und spezialisierte sich daneben auf den Autographenhandel. Der Kunstverlag verlegte und vertrieb vor und um 1900 vor allem Radierungen von Ludwig Michalek und William Unger, später auch von deren Schülern Theodor Alphons und Menci Clement Crncic.
1935 schied Heinrich Hinterberger (1892-1970), er war 1920-1922 Prokurist bei -> GILHOFER & RANSCHBURG und ab 1922 bei Heck als Geschäftsführer und von 1924-1935 Mitinhaber, aus. Conradine Heck und Christian Nebehay, der die Anteile seines Vaters -> GUSTAV NEBEHAY übernommen hatte, waren nun die Inhaber. Nach dem Freiwerden eines Magazinraumes wurde 1935 durch Christian Nebehay ein „Graphisches Kabinett“ eingerichtet, in dem bis 1937 fallweise Ausstellungen veranstaltet wurden. Man versuchte auch, an die Tradition des Kunstverlages wieder anzuknüpfen und verlegte um 1935 eine Mappe mit Salzburg-Radierungen der Michalek-Schülerin Herta Gobanz-Zoernig, die in zwei Ausgaben (deutsch und englisch) erschienen ist. Die Firma besteht noch heute an der Adresse Kärntnerring 14.

Nachweise:
Adressbuch des Deutschen Buchhandels; Müller, Adressbuch des Deutschen Buchhandels und verwandter Berufszweige; Perles Adressbuch; Seelig 1903; Pantheon 1926; Handbuch des Kunstmarktes 1926; Adressbuch der Antiquare 1926; Maecenas 1927; Internationales Adressbuch der Antiquare 1928(-1940); Maecenas 1930

Carl August Artaria: Der Kunsthandel in Österreich seit 1859.- in: Österreich-Ungarische Buchhändler-Correspondenz. Festnummer 1910. Teil I, S. 91-94
Lexikon der deutschen Verlage. Eine Chronik der deutschen Verlagsfirmen […].- Leipzig [1930]. S. 316
Christian M. Nebehay: Die goldenen Sessel meines Vaters. Gustav Nebehay (1881-1935). Antiquar und Kunsthändler in Leipzig, Wien und Berlin.- Wien 1983
Werner J. Schweiger: Kunsthandel der Zwischenkriegszeit in Wien.- in: Galerie Würthle. Gegründet 1865.- Wien: Galerie Würthle 1995. S. 17-23; zu Heck: S. 19
Georg Hupfer: Zur Geschichte des antiquarischen Buchhandels in Wien.- Diplomarbeit Universität Wien 2003