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Intimer Kunstsalon
  • © Berlinische Galerie / Wolfgang Wittrock
  • Repro: Berlinische Galerie
    • Werner J. Schweiger (1949 - 2011)

  • TitelIntimer Kunstsalon[Eintrag für geplante Publikation "Lexikon des Kunsthandels der Moderne im deutschsprachigen Raum 1905-1937"]
  • Datierung2005 - 2011
  • GattungManuskripte
  • Materialdigital
  • KonvolutKunstarchiv Werner J. Schweiger
  • InventarnummerBG-WJS-M-1,232
  • CreditlineZustiftung Christa M. Schweiger, Wien und Wolfgang Wittrock, Berlin, 2016
  • AusgestelltNein
Transkription / Beschreibung
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INTIMER KUNST-SALON
INTIMER KUNST-SALON. WIENER PORTRÄTMALER-SOCIETÄT GES. M. B. H.
INTIMER KUNSTSALON DER WIENER PORTRÄT-SOCIETÄT G. M. B. H.

Adresse: WIEN, Graben 29/Goldschmiedgasse 7 („Trattnerhof“)
Inhaber: Wiener Porträtmaler-Societät G. m. b. H.
Bestand: 1907(-1908)
Charakteristik: Kunsthandlung, Vermittlung von Portrait-Aufträgen
„Intimer Kunstsalon der Wiener Porträt-Societät G. m. b. H. Wien 1, Goldschmiedgasse 7, 3. Stiege, 2. Stock.- Telephon 15.016. Ausstellung erster Meisterwerke der modernen sowie der berühmten alten Wiener Schule.- Eintritt frei“ (Anzeige in: Wiener Sonn-und Montags-Zeitung. 2. 12. 1907, S. 14); „Intimer Kunstsalon der Wiener Porträtmaler-Societät. Wien 1, Goldschmiedgasse 7. Ausstellung erster Meisterwerke. Moderne und berühmte alte Wiener Schule.“ (Anzeige in: Wiener Sonn-und Montags-Zeitung. 6. 1. 1908, S. 16)

Ausstellungen:
1907: „Weihnachts-Ausstellung“ (dabei u. a. Alois Arnegger, Johann Hamza, Adolf Kaufmann, Josef Kinzel, Karl Reichert, Karl Zewy)
1908: „Karikaturenausstellung“ (dabei Künstler der Zeitschrift Simplicissimus: Ernst Heilemann, Thomas Theodor Heine, Ferdinand von Reznicek, Rudolf Sieck, Eduard Thöny und die Wiener Karikaturisten Ladislaus Richard Barteau und Theo Zasche)

Bemerkung:
„Endlich wäre hier noch ein neues Unternehmen zu berücksichtigen, das unter dem Namen ‚Intimer Kunstsalon’ sich vor kurzem im Trattnerhof etabliert hat. Das Prinzip, gut verkäufliche, anständige Mittelware zu mäßigen Preisen zu bieten, wird gewiß sein Publikum finden. Man sieht Landschaften von Ad. Kaufmann und seinem Schüler Arnegger, Genrebildchen von Kienzl und Hamza, Reichert, ein sorgfältig studiertes Interieur mit grünem Kachelofen von Zewy, also keine Überraschungen. In Verbindung mit diesem Unternehmen steht die ‚Porträtmalerspezialität’ [muss heissen: Porträtmaler Societät], die Aufträge zu billigen Preisen übernimmt; und als Attraktion hat man einige Alt-Wiener Bilder zur Schau gestellt, zwei kleine Waldmüller, einen guten Georg Decker, Sousa etc.“ (Wiener Sonn-und Montags-Zeitung. 9. 12. 1907, S. 2)
Über die „Wiener Porträtmaler-Societät“, die Portrait-Aufträge zu günstigen Preisen anbot und vermittelte, konnten keine Nachweise oder Quellen gefunden werden.
Im Januar/Februar 1908 wurde eine „Internationale Karikaturen-Ausstellung“ veranstaltet, die Künstler der in München erscheinenden satirischen Zeitschrift „Simplicissimus“ und einige Wiener Künstler zu einer Ausstellung vereinigte. „Originale aus dem kampfesfrohen ‚Simplicissimus’. Werke, für den Augenblick geschaffen, aber doch künstlerisch viel zu bedeutend, als daß ihnen nur Augenblickswert zugemessen werden könnte. Kraftvolle künstlerische Individualität spricht aus ihnen allen scharfes Erfassen des Charakteristischen, dazu eine seltene Gabe, in die kleinen, leicht hingeworfenen Bildchen eine Fülle von Stimmungen zu bannen; bald beißende Satire, bald gutmütiger Spott, bald leichte, sentimental angehauchte Poesie. Man kennt fast alle die ausgestellten Bilder aus dem ‚Simplicissimus’, aber man sieht sie immer wieder gerne und freut sich an ihnen […] Man kann eine genußvolle Stunde im ‚Intimen Kunstsalon’ verbringen.“ (Wiener Allgemeine Zeitung. 4. 2. 1908, S. 3)
Weitere Ausstellungen konnten nicht festgestellt werden, regelmässig geschaltete Anzeigen (z. B. in der Wiener Sonn-und Montags-Zeitung) sind bis Anfang Mai 1908 festzustellen.

Nachweise:
Kunstarchiv Werner J. Schweiger, Wien