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Franz Malota Buch und Kunsthandlung
  • © Berlinische Galerie / Wolfgang Wittrock
  • Repro: Berlinische Galerie
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MALOTA
FRANZ MALOTA, BUCH- UND KUNSTHANDLUNG

Adresse: WIEN, Wien, Wiedner Hauptstrasse 22
Inhaber: Franz Malota
Bestand: 1901- heute
Charakteristik: Buchhandlung, Kunsthandlung, Verlag, Auktion, Antiquariat
„Schöne und seltene Bücher, Handzeichnungen, Kupferstiche, Radierungen, Oelgemälde alter und moderner Meister“ (Anzeige in: Wiener Almanach. 28, 1919)

Ausstellungen:
1914: Graphische Ausstellung moderner Meister (dabei u. a. Emile Legros, William Strang, Joseph Pennell, Max Liebermann, Ludwig Heinrich Jungnickel, Wilhelm Legler, Ferdinand Gold

Verlag:
Philipp Dengel, Max Dvorak, Hermann Egger: Der Palazzo di Venezia in Rom 1909
Jahrbuch der Bilder-und Kunstblätterpreise Jg. 1, 1910 - Jg. 5, 1914/15
Anton Klima: Die Technik im Lichte der Karikatur. Eine analytische Studie 1913
Georg von Kowalczyk (Hrsg): Denkmäler der Kunst in Dalmatien. Mit einer Einleitung von Cornelius Gurlitt 1910 (Gemeinsam mit dem Berliner Verlag für Kunstwissenschaft)

Bemerkung:
Franz Malota (1874-1950) gründete seine Buchhandlung am 1. Oktober 1901. Angeschlossen war ein Verlag. 1914 wurde ein Ausstellungsraum eingerichtet. „Die hiesige Verlagshandlung von Franz Malota in ihren immer wachsenden Ambitionen zur bildenden Kunst - sie hat schon eine Reihe bester Kunstpublikationen verlegt - veranstaltet in ihrem Kunstsalon eine kleine, aber sehr gute und fördernde Ausstellung von graphischen Arbeiten Moderner Meister.“ (Zeitschrift für Bücherfreunde. Beiblatt H. 1 v. April 1914, S. 5). Weitere Aktivitäten dürfte in der Folge der Ausbruch des Ersten Weltkrieges vereitelt haben.
Über weitere Kunsthandelsaktivitäten kann derzeit nur mitgeteilt werden, dass Malota {1913 einen Angebots-Katalog (alte Handzeichnungen) mit über 200 Nummern herausbrachte (Der Kunstmarkt. Nr. 29 v. 18. 4. 1913, S. 253) und} neben dem angegliederten Antiquariat 1918 begann, mit einer Reihe von Kunst- und Buchauktionen seine Kunsthändlertätigkeit auszuweiten. Der „Ausstellungsraum“ wird auch 1926 noch erwähnt (Anzeiger für den Buch-, Kunst- und Musikalienhandel 1926, S. 272) und im Wiener Adressbuch von 1933 (Lehmann) ist seine Firma unter „Antiquariate“ verzeichnet mit dem Angebot „Ölgemälde alter u. neuer Meister, Stiche, Radierungen etc.“ Malota war Mitglied der „Vereinigung der Antiquitäten- und Kunsthändler Wiens“.
Unter später wechselnden Inhabern (Hupfer 2003, S. 213-215) ist die Buchhandlung auch heute noch am selben Platz tätig.

Nachweise:
Adressbuch des Deutschen Buchhandels; Perles Adressbuch; Pantheon 1926; Handbuch des Kunstmarktes 1926, Maecenas 1927; Maecenas 1930; Internationales Adressbuch des Altkunst- und Antiquitätenhandels […] 1933.- Weimar 1932

Werner J. Schweiger: „Damit Wien einen ernsten Kunstsalon besitze:“ Die Galerie Miethke unter besonderer Berücksichtigung von Carl Moll als Organisator.- in: Belvedere. Wien. Jg. 4, Heft 2, 1998, S. 64-85; zu Malota S. 67-68
Georg Hupfer: Zur Geschichte des antiquarischen Buchhandels in Wien.- Diplomarbeit Universität Wien 2003