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Graphikkabinett
  • © Berlinische Galerie / Wolfgang Wittrock
  • Repro: Berlinische Galerie
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GRAPHIKKABINETT
BUCHHANDLUNG UND ANTIQUARIAT

Adresse: ZÜRICH (Kanton Zürich), Kirchgasse 6; Mühlegasse 31
Inhaber: Heinrich Corray
Bestand: 1917-1919
Charakteristik: Graphikkabinett, Buchhandlung, Antiquariat
„Graphikkabinett. Zürich 1, Kirchgasse 6. H. Corray. Moderne und alte Graphik in großer Auswahl. Kokoschka, Seewald, Heckel, Kampf, Klinger, Dürrer [!] etc. Bücher und Zeitschriften über moderne Kunst stets vorrätig. Reiche Auswahl in alten Büchern mit Stichen. Auswahlsendungen an Interessenten auch nach auswärts“ (Anzeige in: Zürcher Kunstgesellschaft. Ausstellung deutscher Malerei 19. und 20. Jahrhundert im Zürcher Kunsthaus 1917. S. 70); „Moderne Buchhandlung u. Antiquariat. Graphik, Gemälde, Antiquités, Schmuck. H. Corray, Zürich, Kirchgasse 6. Seefeldstr. 114“ (Anzeige, gestaltet von [Max] Gubler, Abb. in: Dada in Zürich.- Zürich 1985. S. 37)

Bemerkung:
Nach der Schliessung der -> GALERIE CORRAY in Basel und nach der Übernahme der -> GALERIE CORRAY in Zürich durch Hugo Ball und Tristan Tzara eröffnete Heinrich Corray im Sommer 1917 in der Kirchgasse 6 das „Graphikkabinett“ mit dem Angebot von alter und moderner Graphik, Büchern und Zeitschriften über moderne Kunst sowie einem Antiquariat. Nach der Übersiedlung in die Mühlegasse 31 nannte er sein Geschäft lapidar „Buchhandlung und Antiquariat“, das „er zum Treffpunkt von Künstlern und Literaten machte“ (Franz Hofer 1986, S. 56). Die Buchhandlung bestand bis 1919, in welchem Jahr sich Corray zum zweiten Mal vermählte. Mit dem Geld seiner jungen reichen Frau baute er eine grosse Sammlung Alter Meister und Afrikanischer Kunst auf, die er 1930 aber wieder verlor. Danach wurde er Hotelier in Agnuzzo am Luganer See.

Nachweise:
Müller, Adressbuch des Deutschen Buchhandels und verwandter Berufszweige

Hans Bolliger, Guido Magnaguagno, Raimund Meyer: Dada in Zürich.- Zürich 1985
Franz Hofer, Sonja Hägeli: Zürcher Personen Lexikon. 800 biographische Porträts aus zwei Jahrtausenden.- Zürich 1986
Afrikanische Kunst aus der Sammlung Han Coray 1916-1928. Völkerkundemuseum der Universität Zürich. Hrsg. v. Miklós Szalay.- München 1995
Werner J. Schweiger: „Das Kunstinteresse zu heben und auf bessere Wege zu leiten“: Vom modernen Kunsthandel in Zürich 1910-1938.- in: Die Kunst zu Sammeln. Schweizer Kunstsammlungen seit 1848.- Zürich 1998. S. 57-72
Rudolf Koella: Das Leben des Han Coray.- Zürich 2002