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Antiquitätenhaus Wertheim
  • © Berlinische Galerie / Wolfgang Wittrock
  • Repro: Berlinische Galerie
    • Werner J. Schweiger (1949 - 2011)

  • TitelAntiquitätenhaus Wertheim[Eintrag für geplante Publikation "Lexikon des Kunsthandels der Moderne im deutschsprachigen Raum 1905-1937"]
  • Datierung2005 - 2011
  • GattungManuskripte
  • Materialdigital
  • KonvolutKunstarchiv Werner J. Schweiger
  • InventarnummerBG-WJS-M-1,70
  • CreditlineZustiftung Christa M. Schweiger, Wien und Wolfgang Wittrock, Berlin, 2016
  • AusgestelltNein
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A. WERTHEIM ANTIQUITÄTENHAUS
WERTHEIM BERLIN. RUD. BANGEL FRANKFURT A. M. KUNSTVERSTEIGERUNGEN

Adresse: BERLIN, Preussen/Provinz Brandenburg (Berlin), Bellevuestrasse 7-8
Inhaber: A. Wertheim G. m. b. H. (Antiquitätenhaus); A. Wertheim G. m. b. H. und Rudolf Bangel (Kunstversteigerungen)
Bestand: 1921-1934
Charakteristik: Antiquitätenhandlung, Auktionen
„A. Wertheim Antiquitäten-Haus. Berlin, Bellevuestraße 7/8. Möbel, Teppiche, Gobelins, Porzellan/Bilder, Bronzen“ (Anzeige in: Katalog der Ausstellung von Kunstwerken aus Karlsruher Privatbesitz.- Karlsruhe 1922, Anzeigenseite); „A. Wertheim Antiquitätenhaus. Berlin W., Bellevuestr. 7-8. Ständige Ausstellung. Ankauf Verkauf“ (Anzeige in: Antiquitäten-Zeitung. H. 5 v. 1. 3. 1926, Anzeigenseite); „Wertheim Berlin. Rud. Bangel Frankfurt a. M. Kunstversteigerungen. Versteigerungs- und Ausstellungssäle Berlin W 9, Bellevuestr. 7“ (Anzeige in: Der Cicerone. 1. Januarheft 1929, Anzeigenseite); „Wertheim. Kunstversteigerungen. Berlin W 9 Bellevuestr. 7“ (Anzeige in: Maecenas. II. Auflage 1930. Berlin 1930, S. 31); „A. Wertheim Antiquitätenhaus. Bellevuestraße 7-8. Telephon: Lützow 2432“ (Anzeige in: Maecenas. II. Auflage 1930. Berlin 1930, S. 31); „Wertheim. Übernahme von Kunst-Versteigerungen. Berlin W 9 Bellevuestr. 7“ (Anzeige in: Städtische Galerie zu Frankfurt am Main. Skulpturensammlung im Liebighaus. Kurzes Verzeichnis der Bildwerke. Vierte Auflage. 1930. Anzeigenseite)

Ausstellungen:
1926: Rudolf Hellwag; Nikola Michailow; „Vereinigung der Graphiker zu Berlin“; „Die Künstlergilde“ (dabei u. a. Charlotte Berend-Corinth, Leo Michelson, Paul Plontke)
1933: „Allgemeine Unabgängige“
1934: „Freie Kunstschau Berlin 1934“

Bemerkung:
Nach den 1900 und 1913 etablierten Kunsthandelsabteilungen innerhalb des Kaufhauses Wertheim erfolgte 1921 ein weiterer Versuch, in den Kunsthandel einzusteigen. Diesmal spezialisierte man sich auf Antiquitäten und eröffnete unter dem Namen „A. Wertheim Antiquitätenhaus“ eine Kunsthandlung in der Bellevuestrasse 7-8 mit dem Angebot
Möbel, Teppiche, Gobelins, Porzellan, Bilder und Bronzen.
Am selben Ort, aber als eigenständige Firma, wurde für Versteigerungen die Firma
„Wertheim Berlin. Rud. Bangel Frankfurt a. M. Kunstversteigerungen“ gegründet: „Die Firma Rudolf Bangel G. m. b. H. in Frankfurt a. M. und das Antiquitätenhaus Wertheim in Berlin (Bellevuestr.) haben eine Interessengemeinschaft gebildet zum Zweck der Durchführung hochwertiger Kunstversteigerungen im Hause der Firma Wertheim. Die Räumlichkeiten dieses Hauses werden durch Schaffung von Versteigerungssälen nach den Plänen des Architekten M[oritz] E[rnst] Lesser umgebaut.“ (Der Kunstwanderer. März 1928, S 305)
1929 und 1930 wurden sechs Auktionen veranstaltete, dabei die Sammlungen Josef Cremer (1929), Carl Bechstein, Georg Baschwitz, und Han Coray (1930). Als Katalogbearbeiter oder Vorwortschreiber verpflichtete man so prominente Fachleute wie Max Osborn, Hans Rosenhagen, Hermann Voss und Friedrich Winkler.
Trotz der Ausrichtung auf Antiquitäten und Auktionen fanden vereinzelt auch Ausstellungen statt, wie beispielsweise 1927 „Italienische Malerei des 17. und 18. Jahrhunderts“ aus Berliner Besitz, und 1930 eine grosse Ausstellung Gustave Courbet mit deutschen und ausländischen Leihgaben. Gelegentlich fanden auch Ausstellungen zeitgenössischer Künstler statt: 1926 wurde das Lebenswerk des Tiroler Künstlers Rudolf Hellwag gezeigt und eine Ausstellung anlässlich des 50. Geburtstag des bulgarischen Malers Nikola Michailow veranstaltet.
1933 und 1934 sind noch zwei Ausstellungen der sogenannten „Juryfreien“ bekannt, die unter der Leitung von Hermann Sandkuhl standen. Die unter dem Titel „Freie Kunstschau“ veranstaltete letzte Ausstellung der „Juryfreien“ wurde 1934 amtlicherseits geschlossen und die Vereinigung wenig später verboten.

Nachweise:
Dressler 1923; Handbuch des Kunstmarktes 1926; Maecenas 1927; Maecenas 1930