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Brief von Raoul Hausmann an Hannah Höch, Berlin
  • Repro: Anja Elisabeth Witte
    • Raoul Hausmann (1886 - 1971)

  • TitelBrief von Raoul Hausmann an Hannah Höch, Berlin
  • Datierung19.08.1918
  • GattungKorrespondenz
  • SystematikBrief
  • MaterialPapier, handgeschrieben
  • Umfang1 Blatt
  • KonvolutNachlass Hannah Höch
  • InventarnummerBG-HHC K 752/79
  • Andere NummerBG-HHE I 10.85
  • CreditlineErworben aus Mitteln der Senatsverwaltung für Kulturelle Angelegenheiten, Berlin, 1979
  • AusgestelltNein
Transkription / Beschreibung
Weitere Abbildungen

„Ich könnte nach unserem heutigen Streit sagen: Du siehst Dinge an mir, die nicht von mir stammen, die Du erzwingst - weil Du Deine Vermännlichungstendenz garnicht sehen willst: Du beobachtest und behandelst mich, wie ein Psychiater einen Irren - und das bin ich Dir auch, ich bin blind und erkenne meine Hintergründe nicht, meinst Du. Leider kenne ich aber diese Hintergründe: und daß Du sie so einseitig betonst und hervorhebst, das hat seinen Grund darin, daß ich Dir, wie mir Baader vorwarf, zuviel Blößen gezeigt habe - und das entwertet jeden Mann der Frau. Kommt bei Dir noch hinzu, daß Du ein Mann sein möchtest, und mich als Deinen Anreger haßt. - In der Verwirklichung des »una cum uno« hättest Du mit der Beobachtung aufhören müssen, mir mehr geben müssen als eine abwartende Haltung, die Du Dir mit Augenblicken von Liebe verdeckst - Du begreifst nicht, was Du durch dieses »Tabu« mir alles wegnahmst, wofür Du eine größere Compensation nicht geben wolltest - als daß ich Dein Ebenbild werden sollte!
19.8.18.“